Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
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alsdann beurtheilen wird, ob die Reparatur nothwendig, und von den ge
wöhnlichen für die Thierarzneischule jährlich anzuweisenden Baugeldern
bestritten werden könne.
Es wird bei diesem Titel zugleich nothwendig, dass über die Bau
gelder, ungeachtet sie in der allgemeinen Thierarzneischul-Rechnung in Ein
nahme und Ausgabe gestellt werden, dennoch stets eine besondere Nach
weisung geführt werde, damit sowohl der Rendant, als der Hofbaumeister
zu jeder Zeit leicht übersehen könne, was davon verwendet ist, und noch
zu verwenden übrig bleibt.
15. In Betreff des Düngers bemerke ich, dass es nothwendig ist, dass
der Vorrath, welcher für den Garten der Thierarzneischule nicht selbst ge
braucht wird, so bald und so gut als möglich verkauft werden müsse.
16. Der Rendant ist dem Wachtmeister, Kastellan und Gärtner noch
besonders darin vorgesetzt, dass er die Oberaufsicht über alle Inventarien
stücke hat. Er revidirt solche zum öftern und sorgt zugleich dafür, dass
selbige gehörig in Ordnung gehalten, die alten und ganz unbrauchbaren
regelmässig abgeschrieben, und die neu angeschaften wieder genau und ge
hörig eingetragen werden, und so das Inventarienbuch stets in der besten
Ordnung sei.
18. Da der Herr Rendant Doniges seinen bisher bekleideten Ren
dantenstellen mit vielem Fleisse und Ordnungsliebe, zu meines Vorgängers
und meiner eigenen Zufriedenheit vorgestanden hat, so zweifele ich auch
keineswegs, dass derselbe alles, was in dieser Instruction enthalten ist,
mit seiner gewohnten Pünktlichkeit in Erfüllung bringen werde.
Berlin, den 17. October 1812.
gez. Jagow.
Diese Instruktion wurde am 18. November 1812 bezüglich der
Einnahmen für behandelte kranke Pferde auf Wunsch der Lehrer,
wie folgt, abgeändert:
Ew. Hochedelgebohren mache ich hiermit bekannt, dass ich den Wunsch
des Herrn Professor und Direktor Naumann nachgegeben habe, dass meine
in Ihrer Instruktion enthaltene Bestimmung, wonach Sie auch die Gelder
für Medikamente, Futter etc. für kranke Particulier-Pferde, so wie es Ihnen
als Rendanten eigentlich zukömmt, hinführo einnehmen sollten, noch einst
weilen ausgesetzt bleibe. Der Herr Professor und Direktor Naumann wird
daher, fürs erste diese Gelder noch wie bisher einkassiren, und damit so
lange fortfahren, bis es anders befohlen wird. Alle übrige Punkte der In
struction verbleiben festgesetztermassen und schreiben Ihnen die Richtschnur
Ihrer Dienstobliegenheiten vor, so wie auch die dienstmässige Verfügung,
dass Sie alle Gelder, und auch die für Medikamente und Futter für kranke
und wiederhergestellte Pferde der Particuliers als Rendant der Anstalt zu
erheben und einzukassiren haben, keineswegs als ganz aufgehoben, sondern
nur einzig und allein als einstweilig suspendirt zu betrachten ist.
Berlin, den 18. November 1812.
gez. Jagow.
An
den Königlichen Rendanten der Thier
arzneischule Herrn Doniges
Hochedelgebohren.

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