Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
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sehe Heilkunde veröffentlichte. Ein Separatabdruck dieser Publika
tion ist im Buchhandel mit einem Vorwort von Hufeland erschienen.
Letzterer hebt darin hervor, dass noch nie so viele Beobachtungen
und Versuche über die Wuth mit solcher Aufmerksamkeit und mit
so kunstreichen Hilfsmitteln gemacht worden seien, und dass sich
Hertwig durch diese mit nicht geringer Lebensgefahr verbundenen
Versuche „ein grosses Verdienst um die Wissenschaft und Menschheit
erworben habe".
In den Jahren 1827—47 wurde das Hundespital abwechselnd
von verschiedenen Repetitoren geleitet: Fischer, Hildebrandt,
van Gemmeren, Hecke, Körber, Spinola, Lichte, Steiner,
Fuchs, Wagenfeld, Weynen, Wendenburg, Drolshagen,
Prehr und Mewes. Von 1848—51 haben die Leitung abwechselnd
Gerlach, Spinola und Hertwig übernommen. Im Uebrigen scheint
das Institut zu dieser Zeit nicht sowohl der fachwissenschaftlichen
Ausbildung der Studirenden, als vielmehr ausschliesslich dem Inter
esse des Publikums gedient zu haben, wie aus der Instruktion vom
Jahre 1850 zu ersehen ist. Vom Jahre 1852 — 70, mithin ununter
brochen 18 Jahre, hat sodann Spinola der Leitung des Instituts
vorgestanden. In den Jahren 1870—77 hat Schütz, in den Jahren
1878—85 Möller, in den Jahren 1886—90 Fröhner das Institut
geleitet. Das Institut wurde an der Stelle, wo es jetzt steht, im
Jahre 1853 errichtet. Eine wesentliche bauliche Erweiterung erfuhr
es im Jahre 1883.
Die gegenwärtige Einrichtung des Spitals für kleine Hausthiere
ist folgende. Dasselbe umfasst den Komplex von 3 Gebäuden mit 3
ummauerten Höfen. Im einstöckigen Hauptgebäude, in welchem
ausserdem noch das pharmakologische Institut, sowie die Wohnung
des Hundewärters und Anatomiedieners untergebracht ist, befinden
sich neben einem geräumigen Vorraum und einem Wartezimmer für
das Publikum 2 Krankensäle, von welchen der eine als 1. chirurgi
sche, der andere als Räudestation dient, ausserdem ein abgetrennter
Raum mit Vorrichtungen für die Aufnahme wuthkranker Hunde. Der
Mittelbau enthält das poliklinische Untersuchungszimmer, das Bad
und die Küche. Das Zimmer der Poliklinik dient zur poliklinischen
Untersuchung der zugeführten resp. zur vorläufigen Untersuchung der
einzustellenden Thiere. Es enthält neben einem Untersuchungstische,
sowie einem zum Verschreiben der diktirten Recepte und zur Führung

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