Titel:
Die Thierärztliche Hochschule zu Berlin 1790 - 1890
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nothwendig mache. Der Königlichen Regierung wird daher hierdurch auf
getragen, aus Ihrer Mitte einen Kommissarius zu ernennen, welcher in
Ihrem Namen sich die Anstalt und das dabei angestellte Dienstpersonal
nebst allen dahin einschlagenden Akten des oberstallmeisterlichen Amts
überweisen und die ökonomische Administration der Anstalt vor der Hand
und bis zur Reorganisation derselben nach den zuletzt in den Jahren 1804
und 1805 von des Königs Majestät genehmigten Bestimmungen und Regle
ments, soweit solche auf das jetzige Dienstpersonal noch Anwendung leiden,
fortsetzen lasse.
Da der Rendant Doniges unterm 17. October 1812 eine besondere
Instruktion erhalten hat, so ist ihm sogleich in Gemässheit derselben Kosten-
und Rechnungsführung zu übertragen, insofern derselbe bis jetzt noch nicht
hiernach verfahren haben sollte.
Zur Fertigung und Abnahme der Rechnungen sind Termine anzube
raumen, die wegen der zu vermuthenden Weitläufigkeit der Thierlazareth-
und Arzneirechnungen, welche bisher dem Professor Naumann zu führen
verstattet gewesen ist, nicht zu kurz sein dürfen.
Bei Aufnahme des Inventariums ist zugleich auf Bestimmung und Ver
anschlagung der dringendsten Reparaturen und Ergänzungen Rücksicht zu
nehmen.
Da alle General-Akten der Anstalt, wie auch die Personal- und An
stellungs-Akten der Professoren demnächst an das unterzeichnete Ministerium
abzuliefern sind, so ist ein vollständiges Verzeichniss aller vorhandenen
Akten einzureichen, um das Nöthige wegen Theilung derselben zwischen
dem Archiv des Ministern und demjenigen der Königlichen Regierung be
stimmen zu können, und sollen, sofern aus den dem Ministerium zu über
gebenden Akten einzelne Stücke auch der Königlichen Regierung unentbehr
lich sind, davon Abschriften zu Ihren Akten genommen werden.
Der Herr Kriegsminister von Boyen Excellenz wird zur Aufsicht über
die Militär-Eleven rücksichtlich der Disciplin derselben einen Officier
aus dem Reitinstitut kommandiren. Die Königliche Regierung hat deshalb
solches dem sämmtlichen Personal der Thierarzneischule zu eröffnen, um
sich, im Falle Beschwerden über strafwürdige Vergehungen dieser Eleven
vorkommen sollten, an diesen Officier wenden zu können. Die etwa vor
handenen St all-Eleven bleiben rücksichtlich der Disciplin dem Herrn
Oberstallmeister von Jagow Excellenz untergeordnet. Der Professor Nau
mann sowohl als der Professor Reck leben und der Apotheker Christ,
sowie auch die übrigen Dienstpersonen sind anzuweisen, sich in Angelegen
heiten . welche das Detail der Verwaltung betreffen, an die Königliche
Regierung, in Disciplinar-Sachen der Eleven aber an den vom Herrn Kriegs
minister komm and irten Officier oder an den Herrn Oberstallmeister
von Jagow zu wenden.
Wie jetzt die Schmiede und für wessen Rechnung sie betrieben wird,
darüber hat die Königliche Regierung die Lehrschmiede besonders zu Proto
koll vernehmen zu lassen und dasselbe mit Ihrem Berichte einzureichen,
um hierüber möglichst bald unsere Bestimmungen erlassen zu können.
Berlin, den 19. Juli 1817.
Ministerium des Innern.
Einige Tage später theilte das Ministerium des Innern der Kö
niglichen Regierung zu Berlin Folgendes mit;

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