Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN618743537/151/
darunter auch Kopenhagen besuchte) und ein Lehrschmied (Christian
Röder), sowie mehrere Krankenwärter angestellt.
1810 wurde mit der Reorganisation der Thierarznei schule zu München
das Institut als Bildungsanstalt für Thierärzte aufgehoben. Die Veterinär-
Anstalt blieb zwar als Appendix der Universität bestehen und zwar für
Mediciner, die sich als Physicatsärzte ausbilden wollten. Sie stand nach
dem Tode von Ryss (1836) seit 1841 unter der Direction des Professors
der Staatsarzneikunde und Veterinärpolizei Schmidt (f 1867), der auch
Vorlesungen über Veterinärkunde hielt, dem jedoch zur Leitung der
Spitalklinik ein Veterinärlehrer (anfangs Benkert, später Pflug und
Diccas) beigesellt war. Im Jahre 1869 wurde die Anstalt gänzlich
aufgehoben und in eine Beschlaglehranstalt umgewandelt.

Das Yeterinär-Institut zu Marburg
wurde 1788 unter der Regierung des Kurfürsten Wilhelm I. mit der
Erbauung eines kleinen Hauses für Thieranatomie gegründet. Der erste
Dozent, der schon vor der Gründung des Institutes Vorlesungen an der
Marburger Universität über Thierheilkunde gehalten hatte, war Joh.
David Busch (geb. 1755 zu Marburg, gest. 1833), Dr. med., seit 1781
ausserordentlicher Professor cum spe succedendi auf das Stadt- und
Landphysicat seines Vaters. Nach Busch's eigener Erzählung fingen
bald nach der Gründung des Institutes »junge Leute aus den ver
schiedensten Ständen (mehrere Mediciner und Kameralisten ungerechnet)
an, sich ausschliesslich auf dieses Fach zu legen, und kamen seitdem in
nicht unbedeutender Zahl auf unsere Universität, in der Absicht, sich
zu künftigen Thierärzten auszubilden.« Busch beendigte den ganzen
Cursus der Thierheilkunde innerhalb eines Jahres. In der ersten Hälfte
desselben, welche im October anfing, wurde Zootomie, Physiologie,
»die Schönheits- und Gesundheitskunde«, die Futterordnung, Viehzucht
und allgemeine Pathologie mit den Krankheitszeichen; in der zweiten
Hälfte die allgemeine Therapie, »Arzneimittelkunde einschliesslich der
Pharmazie und Receptschreibekunst, die Wundarzneikunst, Geburtshilfe
und besondere Therapie« gelehrt. Im Jahre 1825 wurde für das Thierarznei
institut ein zweckmässiges Gebäude in der Vorstadt Weidenhausen
aufgeführt. Mit dem Tode von Busch (1833) ging auch das Thier
arzneiinstitut ein. In das Gebäude desselben wurde in neuerer Zeit das
physiologische Institut der Universität verlegt.
In Freiburg i. B. bestand ein Lehrstuhl für Thierheilkunde seit
1783. Denselben hatte der Dr. med. Schmiederer (geb. 1755) i nne >
der bei seinen Studien in Wien auch die Vorlesungen Wolsteins ge
hört hatte. 1792 erhielt er neben dieser Professur auch die durch den
Tod des Professor Starava sing erledigte der medicinischen Praxis
hinzu. Schmiederer starb im Jahre 1830. Seine Vorlesungen über
Thierheilkunde scheinen jedoch schon früher, mit der Gründung der
Eichbaum. 10

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