Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN618743537/217/
zuheben sind, und einer Beschlaglehre gab er 1840 eine allgemeine Pathologie und
1846 eine »Zoo-Symptomatologie« heraus.
Dom. Hofer:
hatte in München Medicin studirt, später in Berlin und Stuttgart Thierheilkunde und
wirkte von 1850—1874 als Professor an der Münchener Schule. Von seinen Schriften
sind namentlich die -über den Typhus der Hunde« (XIII. Jahresbericht der Thier-
azzneischule zu München), über Bright’sche Krankheit (schwarze Harnwinde) in der
Wiener Vierteljahrsschrift Bd. II, sowie über Influenza der Pferde 1848 zu er
wähnen. Er verfasste ausserdem eine Naturgeschichte der Hausthiere.
Hans Peter Boje Jessen.
geb. 1800 in Holstein, gest. 1875. Nachdem J. die Thierheilkunde in Kopenhagen
studirt hatte, trat er 1825 als Militärthierarzt in russische Dienste und wurde 1849
zum Director der Dorpater Thierarzneischule berufen. Von seinen Schriften sind
namentlich seine Abhandlungen aus der Praxis (Mag. für Thierheilkunde Bd. I—VII)
Erbkrankheiten der Thiere, seine Mittheilungen über die Beschälkrankheit, über die
Rinderpest und über die Impfung derselben erwähnenswerth. Auf dem Gebiete der
letzteren ist er durch seine unermüdlichen Forschungen eine Autorität ersten Ranges
geworden.
Andreas Christian Gerlach:
geb. zu Wedderstedt bei Quedlinburg am 15. Mai 1811, gest. am 29. August 1877;
Gerlach hatte von 1830 — 33 die Thierheilkunde zu Berlin studirt, war darauf mehrere
Jahre Militärthierarzt und liess sich 1837 in Hettstedt bei Eisleben nieder. Hier ver
fasste er 1845 die Abhandlung über die Blutseuche der Schafe (Gurlt und Hertwig’s
Magazin, Jahrgang 1845). Zunächst als Repetitor nach Berlin einberufen, wurde er
1849 definitiv als Lehrer angestellt, in welcher Stellung er bis zu seiner Berufung
als Director der Thierarzneischule zu Hannover verblieb. In diesen Zeitraum fallen
seine Untersuchungen über die Räude und die Flechten, von denen die ersteren in
seinem Werke: Krätze und Räude 1857 zusammengestellt sind, seine Experimente
über Arzneimittel und Gifte, welche in seinem »Handbuche der gerichtlichen Thier
heilkunde« aufgenommen sind, welches 1862 erschien, während er schon vorher das
»Lehrbuch der allgemeinen Therapie der Haussäugethiere« 1853 herausgegeben hatte.
In Hannover verfasste er die Werke über »die Trichinen« 1865, sowie über »die
Rinderpest« 1867, nach seiner Rückberufung als Director der Thierarzneischule zu
Berlin »die Fleischkost des Menschen vom sanitären und marktpolizeilichen Stand
punkte.« 1875. In demselben Jahre begründete er das Archiv für wissenschaftliche und
practische Thierheilkunde als Fortsetzung des bis dahin von Gurlt und Hertwig
publicirten Magazins für Thierheilkunde. 1854 hatte er ferner die Mittheilungen aus
der thierärztlichen Praxis im Preussischen Staate, 1868 die Jahresberichte der Thier
arzneischule zu Hannover begründet. In diesem, sowie im Magazin und in Müller’s
und Virchow’s Archiv finden sich ausserdem von ihm noch zahlreiche Abhand
lungen aus dem Gebiete der Pathologie und pathologischen Anatomie (Parasiten, Ge
schwülste, Rotzkrankheit, Tuberculose), der Chirurgie und der gerichtlichen und
polizeilichen Thierheilkunde vor.
Eduard Hering:
geb. 1799 zu Stuttgart, gest. 28. März 1881. Nach bestandener Maturitätsprüfung
bezog er 1819 die Universität zu Tübingen, später 1821 und 1822 die Thierarznei
schule zu Wien, München und Kopenhagen. 1822 wurde er als Lehrer an der
Thierarzneischule zu Stuttgart angestellt. Von seinen Arbeiten auf dem Gebiete der
Pathologie ist besonders seine Specielle Pathologie und Therapj e 1842 Q849, 1858,
14*

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