Titel:
Grundriss der Geschichte der Thierheilkunde
Personen:
Eichbaum, Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN618743537/3/
Vorwort.

seitdem die Geschichte der Thierheilkunde durch das Prüfungs
regulativ vom 27. März 1878 obligatorischer Unterrichtsgegenstand an
den deutschen thierärztlichen Lehranstalten geworden ist, ist das Be
dürfniss an einem Leitfaden, welcher diesen Gegenstand behandelt, immer
dringender geworden. Mit dem Vortrage über diese Disciplin an hiesiger
Hochschule seit einer Reihe von Jahren betraut, bin ich sowohl von
meinen Schülern, wie von befreundeten Fachgenossen wiederholt auf
gefordert, denselben zu veröffentlichen. Ich bin dieser Aufforderung in
der vorliegenden Schrift, wenn auch erst nach langem Zögern nach
gekommen, da ich immer hoffte, dass die Bearbeitung dieses Gegen
standes von einem der Veteranen unseres Faches übernommen werden
würde, der mit der Wissenschaft, so zu sagen, gross geworden ist.
Es ist dies nicht geschehen, und so entschloss ich mich denn zur Heraus
gabe des vorliegenden Grundrisses.
Aufgabe bei der Abfassung desselben war, den Entwickelungsgang,
welchen die Veterinair-Medicin im Laufe der Jahrhunderte genommen
hat, unter Berücksichtigung der Entfaltung der allgemeinen Heilkunde in
kurzen Zügen zu schildern. Dass hierbei die Geschichte der thierärzt
lichen Lehranstalten, welche ja eine hervorragende Rolle in der Ent
wickelung unseres Faches gespielt haben und noch spielen, eingehend
behandelt worden ist, wird hoffentlich nicht als ein Verstoss angesprochen
werden, und ebenso glaubte ich auch, der geschichtlichen Entwickelung
des Veterinairwesens in den einzelnen Staaten ein besonderes Kapitel
widmen zu sollen. Ein besonderes Augenmerk richtete ich auf die
Literatur. Die Hauptdocumente bei der Untersuchung des Entwickelungs
ganges einer jeden Wissenschaft sind zweifellos deren literarische Pro-
ducte. Sie zeigen sowohl den Gang der Entwickelung in den einzelnen
Perioden, als auch den Stand der wissenschaftlichen Stufe derselben im
Allgemeinen an. Es liegt in der Natur der Sache, dass hierbei auch
der Lebensschicksale jener Männer gedacht wurde, welche sich in
hervorragendem Maasse an dem Ausbau unserer Wissenschaft betheiligt
haben. Ist doch die Geschichte eines Faches eigentlich die Geschichte
der Männer, welche dasselbe cultivirt haben 1

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