Titel:
Der Pferdeliebhaber
Personen:
Oeynhausen, Boerries Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN629726159/158/
Streifen, Anstössen und Stolpern; die Sicherheit des Ganges wird dadurch
wesentlich beeinträchtigt.
Der Gegensatz vom Kreuzen ist das sogenannte Schwimmen, wo
bei das Pferd die Füsse wenig erhebt und vor dem Niedersetzen eine Be
wegung nach auswärts macht, woran das ganze Bein von oben an Theil
nimmt. Die Huftritte kommen dadurch weiter auseinander als wenn das
Pferd regelmässig gerade vorträte. Dieser Gang findet sich öfter bei Pfer
den mit bodenweiter Stellung oder wo die Hinterbeine vom Sprunggelenke
abwärts nach auswärts gerichtet sind. Er ist gewöhnlich unbequem für
den Reiter und beeinträchtigt auch die Räumlichkeit.
Die drei jetzt genannten Abweichungen vom regelmässigen Gang er
kennt man am besten, indem man das Pferd ganz gerade und ruhig auf
sich zu oder von sich weggehen lässt.
Von der Seite gesehen, werden nun noch andere fehlerhafte Bewe
gungen in das Auge fallen, und zwar:
Zu hoch, erhaben ist der Gang, wenn die Vorderfüsse mehr als
nöthig ist, erhoben, dabei im Knie und Fessel stark gebogen werden, und
dabei so wenig vorgreifen, dass sie fast auf derselben Stelle wieder nieder
treten. Geschieht dieses mit einem unnöthigen Aufwand von Anstrengung
gewissermassen trampend gegen den Boden, so nennt man das einen Pau
ker oder Trommler.
Manche Pferde, besonders solche, die vorn auswärts stehen, pflegen,
bevor sie den Fuss wieder vom Boden erheben, den Huf auf der Erde
noch zu drehen, wodurch nicht allein eine unnöthige Anstrengung der
Gelenke verursacht, sondern auch das Hufeisen aus seiner Befestigung
gebracht werden muss.
Das Tappen ist eine Bewegung der Hinterbeine, wobei diesel
ben nur im Sprung- und nicht zugleich im Kniescheibengelenke mehr
als nöthig gehoben und bei einiger Anstrengung mit den Fersen etwas
zuerst niedergesetzt werden. Zuweilen findet diese Bewegung auch nur
mit einem Hinterfusse statt; sie äussert wenig Schiebkraft von hinten
und ist daher nicht gewünscht.
Niedrig, schleppend nennt man den Gang, wenn die Füsse,
allzuwenig von der Erde erhoben, vielleicht mit der Zehe über die
Erde schlürfend, wenig kräftig vorgesetzt werden.
Der gedehnte Gang ist, bei welchem die Hinterfüsse über
mässig stark nach rückwärts gestreckt und schleppend nach vorwärts
bewegt werden; dabei zeigt sich eine mühsame Bewegung des Rückens und
des Kreuzes wenig nachschiebende Kraft versprechend, daher sehr fehlerhaft

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