Titel:
Der Pferdeliebhaber
Personen:
Oeynhausen, Boerries Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN629726159/20/
Bekanntlich erschien der erste Racing-Calendar im Jahre 1 727 und
ist seitdem ununterbrochen fortgeführt worden. Aus den darin enthaltenen
und daraus in das General-Stud-Book, Turf Register u. s. w. übertragenen
Nachrichten ergibt sich die Abkunft aller auf dem Turf (Rasen also
gleichbedeutend mit Rennbahn) vom Jahre 1700 an erschienenen Renn
pferde ziemlich genau, und man findet z. B. darin, dass von da an bis zum
Jahre 1750 noch nahe an 30 morgenländische Stuten zu verschiedenen
Zeiten von Privaten einzeln eingeführt sind, um zur Zucht von Rennpfer
den verwendet zu werden, welche also den royal mares und von Privaten
vor dem Jahre 1700 eingeführten noch zuzurechnen sind.
Da wir nun in den Stammbäumen der ausgezeichnetsten englischen
Rennpferde das Blut des A r a b e r s mit dem der Berber, mitunter auch
angeblich (jedoch seltener) der Türken und noch anderer morgenländi
scher Pferderacen gemischt finden, so darf man, glaube ich, (Veltheim)
mit gutem Grunde annehmen, dass durch diese zum Zweck so glücklich
und richtig getroffene Mischung, versteht sich in Verbindung mit der durch
englische Fütterung und Wartung allmählig bewirkten Grösse und Kno
chenstärke das englische Vollblutpferd entstanden ist, und man
daher, wenn es nöthig wäre, dasselbe auch jetzt wieder auf demselben
Wege würde hervorbringen können.
Dieses scheint auch ganz die Meinung des Old-Forester zu sein, wenn
er sagt: dass , wenn ersieh in dem Falle befände, von ausländischen
Pferden Rennpferde erziehen zu wollen, er einen arabischen Hengst mit
einer Berberstute mischen würde und dann in der dritten Generation sei
nen Zweck sicher zu erreichen hoffte.
Die anerkannten Vorzüge des englischen Pferdes sind nicht so sehr
Folgen des Klimas, des Bodens u. s. w.; sie müssten in diesem Falle nicht
erst seit 1 50 Jahren, sondern schon weit früher die Aufmerksamkeit
erregt haben; sie sind vielmehr wie Mrs. Percival richtig bemerkt, der Er
folg der mit Festigkeit und Kenntniss geleiteten Züchtung.
Hierunter ist aber nicht blos die Anschaffung
eines guten Orriginalstammes verstanden, son
dern auch die sorgfältige Aufzucht und Fütte
rung der Nachkommen und vor allem die wich
tige Auswahl der zur Nachzucht bestimmten In
dividuen.

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