Titel:
Der Pferdeliebhaber
Personen:
Oeynhausen, Boerries Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN629726159/23/
Von den Zähnen wird bei der Lehre vom Alter das Nähere bespro
chen werden.
Wirbelsäule nennt man die Reihe von Knochen, welche vom Genick
bis zum Schweifende durch das ganze Pferd geht. Diese Knochen haben
verschiedene Formen und sind gelenkartig unter sich verbunden.
Genick ist dasjenige Gelenk, wodurch sich der Kopf mit dem ersten
Halswirbel verbindet; es lässt die Bewegung des Kopfes nach auf- und ab
wärts und bis zu einem gewissen Grade nach rechts und links in der Run
dung zu, und ist also ein freies Gelenk.
DieWirbelbeine des Halses sind an der Zahl sieben ; sie sind von ver
schiedener Grösse und Formationen; der zweite heisst Atlas oder Träger.
Dem Rücken liegen 18 Wirbelbeine zum Grunde, zu beiden Seiten
derselben sind die Rippen mit ihnen verbunden. Auf der oberen Seite
befinden sich die sogenannten Stachelfortsätze, welche am Widerriste am
längsten sind, wodurch die Höhe desselben gebildet wird.
Die sechs Lendenwirbelbeine sind den Rückenwirbeln ganz ähnlich,
haben ebenfalls Stachelfortsätze, jedoch haften sich an ihre Seitentheile
keine Rippen mehr an.
Der Schweif hat 16—18 Wirbelbeine.
Die Zahl der Rücken- und Lendenwirbelbeine beträgt zusammen 24;
von vorn gezählt das 14. steht gerade aufwärts, die übrigen dreizehn ha
ben eine von vorn gegen dieses gerichtete Stellung, ebenso sind die hinter
diesem 14. gelagerten zehn mit ihren Stachelfortsätzen von hinten nach
vorn gerichtet, und sind also nach Art eines Bogengewölbes construirt. Dass
hierdurch nebst der Biegsamkait des Rückens die Tragfähigkeit sehr be
fördert wird, liegt auf der Hand.
Die Knochen der Vorderglicdmassen sind:
1. Das Schulterblatt; es besteht aus einem mehr flachen Kno
chen, der nach oben breiter, nach unten schmäler ist, und durch eine Er
habenheit , Schulterblattgräte genannt, nach der Länge in zwei ungleiche
Theile getrennt ist. Der obere breitere Theil des Schulterblattknochens
endigt mit einem einige Finger breiten Knorpel, der zur Beweglichkeit der
Schulter sehr nothwendig erscheint.
2. Das Querb ei n; dasselbe hat eine schiefe Lage von vorn nach
rück- und abwärts, verbindet sich mit seinem obern, vordem Theile mit
dem untern Ende des Schulterblattes mittelst eines Nussgelenkes, wo
durch es dem Pferde möglich wird, mit den Vorderbeinen seitwärts über
einander zu treten. Dieses Gelenk ist das einzige derart an der ganzen
Vordergliedmasse und heisst: Buggelenk.

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