Titel:
Der Pferdeliebhaber
Personen:
Oeynhausen, Boerries Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN629726159/29/
det, heisst die Hornhaut; sie wird in die durchsichtige und die
undurchsichtige eingetheilt.
Bei der Betrachtung des äusseren Auges sind besonders die Regen
bogenhaut und die Pupille, auch Sehloch oder Stern genannt, zu
bemerken. Die Regenbogenhaut hat bei den meisten Pferden eine braune
Farbe, in hellerer oder dunklerer Schattirung. Die Pupille hat eine
bläulich, schwärzliche Farbe; an ihrem oberen Rande zeigen sich
die sogenannten schwammigen, fleckigen Trauben körne r. Die Fasern
der Regenbogenhaut sind einer Zusammenziehung und Ausdehnung fähig,
wodurch man je nach der grösseren oder geringeren Reizbarkeit die Güte
des Auges erkennt. Sowohl diese als die Reinheit und Durchsichtigkeit der
Pupille nimmt man am besten wahr, wenn man das Pferd aus einen dun
kleren in einen helleren Raum führt, z. B. unter die Stallthüre, wobei sich
dann bei einem gesunden Auge die Pupille verengert und erweitert.
Die Feuchtigkeiten des Auges heissen: die wässrige, die kristallne
und die gläserne, auch Glaskörper, wovon besonders die wässrige den
Zweck hat, das Auge in einer gespannten Kugelform zu erhalten und die
einfallenden Lichtstrahlen zu brechen.
Nebst dieser Reinheit und Reizbarkeit der Augen sieht man auf ihre
Grösse und Gleichheit; gute, kräftige Augen müssen nämlich vollkommen
geöffnet und mit der Oberfläche des Kopfes gleichlaufend sein
Erscheint eines kleiner als das andere so sucht sich das Pferd durch
Herablassen des oberen Augenlides vor dem Einfallen der Lichtstrahlen
zu schützen, welches auf Schwäche überhaupt oder momentanen Entzün
dung Schliessen lässt.
Die Krankheiten des Auges sind: 1. der schwarze Star. Dieser
besteht in der Gefühllosigkeit des Sehnerves, in Folge dessen die oben
erwähnte Verengerung und Erweiterung der Pupille nicht mehr stattfin
det. Das Auge erscheint dabei ziemlich offen und klar, jedoch ist die Farbe
nämlich die braune der undurchsichtigen Hornhaut und die bläuliche der
Pupille nicht scharf abgegränzt. Aber auch am Gange erkennt man dieses
Leiden, indem ein solches Pferd wie jedes, welches blind ist, die Füsse
hoch hebt, wie im Wasser gehend, in Vertiefungen unversehens hineintappt,
den Kopf in die Höhe streckt, beide Ohren horchend vorwärts spitzt, u. s. w.
Hat das Pferd nur auf einem Auge den schwarzen Staar, so ist dieses häutig
sehr schwer zu eikennen, indem es der Fall sein kann, dass das Pferd
das kranke Auge ebenso offen hat, als das gesunde, auch verräth es sich
nicht durch den Gang.
Zur vollen Ueberzeugung dient dann, dass man das gesunde Auge

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