Titel:
Der Fuß des Pferdes in Rücksicht auf Bau, Verrichtungen und Hufbeschlag
Personen:
Leisering, August Gottlob Theodor WikipediaHartmann, H. Moritz Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN630852073/3/
Vorrede zur ersten Auflage.

Die Lehrschmiede der hiesigen Königs. Thierarzneischule ist nicht allein
zum Unterrichte im Hufbeschlage für die Eleven, welche sich zu Thierärzten
ausbilden wollen, bestimmt, sondern sie ist auch Unterrichtsanstalt für solche
junge Männer, die in der Königl. Armee als Beschlagsschmiede ihre Ver
wendung finden, und für diejenigen Personen vom Civil, die sich im Huf
beschlage noch weiter ausbilden und vervollkommnen wollen. Daß unter
so bewandten Umständen der Lehrer des Hufbeschlages, namentlich wenn er
in vielen Beziehungen von dem Althergebrachten und in den meisten Lehr
büchern über Hufbeschlag fast stereotyp Gewordenen abweicht, von seinen
Zuhörern und Zöglingen häufig angegangen wird, das von ihm über den
Hufbeschlag theoretisch Vorgetragene und praktisch Gelehrte zusammenzustellen
und zu veröffentlichen, ist nicht besonders zu verwundern.
Aber nicht bloß die Besucher der Lehrschmiede sind die für den Huf
beschlag sich interessirenden Personen. Abgesehen von einzelnen Pferdebe
sitzern, Offizieren rc., haben unter dem, die Landwirthschaft nach allen
Richtungen hin belebenden Einflüsse des Herrn Geh. Regierungs-Raths
Dr. Reuning, auch viele Mitglieder landwirthschaftlicher Vereine ange
fangen, dem Hufbeschlage ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, und
der gegenwärtige Lehrer des Hufbeschlags an der Königl. Thierarzneischule,
Herr Hartmann, wurde vielseitig aufgefordert, in landwirthschaftlichen
Vereinen über den Beschlag der Pferde Vorträge zu halten. So viel es
Zeit und Entfernung gestatteten, kam Herr Hartmann diesen Aufforder
ungen nach, und da demselben auch bei diesen Gelegenheiten mehrfach der
Wunsch zu erkennen gegeben wurde, das Vorgetragene zu veröffentlichen, so
entschloß er sich zu der vorliegenden Arbeit.
Da die Hartmann'sche Arbeit nun aber zugleich als Grundlage für
den Hufbeschlagsunterricht der Eleven der Thierarzneischule und der Be
schlagszöglinge der Lehrschmiede dienen soll, so durfte aus naheliegenden
Gründen die anatomische und physiologische Beschreibung des Pferdefußes
nicht fehlen. Diesen Theil der Arbeit habe ich auf besonderen Wunsch des
Herrn Hartmann übernommen.
Ich hätte mir meine Arbeit sehr leicht machen können, wenn ich es
nicht verschmäht hätte, dieselbe blos hinter dem Schreibtische anzufertigen.
Da ich es aber, trotz der vielen anatomischen Beschreibungen und Abbildungen,

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