Titel:
Über die verschiedenen Arten der Schafräude, deren Ursachen, Verhütung und Heilung
Personen:
Brennecke, Wilhelm Heinrich Wikipedia
PURL:
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Die Schafe sind in jedem Alter diesem Uebel
unterworfen, selbst die so wohl von reinen als räu
digen Schafen völlig rein gebohrne Lämmer lei
den, wenn sie der Ansteckung ausgesetzt worden,
wenige Wochen nach der Geburt an eben den Zu,
fällen.
Diese Krankheit kömmt in allen Gegenden
vor; jedoch gibt es Oerter (die sogenannten
Schmeerländer) wo sie endemisch seyn soll.
Die Räude ist «ine blos örtliche, wesentlich
nicht fieberhafte Krankheit der Haut, welche die
anderweitige Oeconomie des Körpere wenig und
nur unter Bedingungen stört. Dergleichen Schafe
mästen sich bet gutem Futter oder guter Weide, wenn
man anders durch paffendes Schmieren einen zu
hohen Grad der Krankheit verhütet, eben so schnell,
als reines Vieh, gebähren alsdann gesunde und
starke Lämmer, und sind zum Schlachten eben so
brauchbar als reines Vieh.
Selbst die Haut eines solchen Schafes ist,
wenn die Räude nicht einen zu hohen Grad erreicht
hat, für den Gärber brauchbar, so wie der Ertrag
an Wolle in den Schmeerländern, wo man dem
Ausschlage durch paffendes Schmieren ziemlich
Grenzen fetzt, fast dem von reinen Heerden
gleich kömmt.
Bei sehr abgehungertem Vtehr macht die

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