Titel:
Über die verschiedenen Arten der Schafräude, deren Ursachen, Verhütung und Heilung
Personen:
Brennecke, Wilhelm Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN632571853/20/
Räude weit stärkere und schnellere Fortschritte, als
bei wohl genährtem, und bei ersterm tritt zuweilen,
obgleich nicht häufig, der Fall ein, daß dergleichen
Thiere sterben. Es scheint hier der durch die Räu,
degeschwüre verursachte tägliche Verlust an Säften,
welchen eine kärgliche Nahrung nicht zu ersetzen
vermag, durch Entkräftung und Abzehrung zu töd,
ten; wozu noch kämmt, daß da« Thier, wie in
diesem Falle gewöhnlich geschieht, die Wolle sehr
verliert und steten Erkältungen ausgesetzt ist.
Die Räude ist in einem hohen Grade anstek,
kend, und theilt sich sowohl durch unmittelbares
als mittelbares Berühren andern Körpem, jedoch
nur derselben Gattung mit.
Ganz nngegründet ist es, wenn Herr Assessor
Viedebant sagt: die Schafräude theile fich auch
andern Thierarte» mit, so wie umgekehrt andere
räudige Thiere Schafe anstecken sollen. Ich habe
die Hunde bei räudigen Schäfereien stets rein ge/
funden, und die Schäfer, welche so eben räudige
Schafe gefuttert und gewartet haben, pflegen bald
nachher andere Thierarten, ohne denselben die
Räude mit zu theilen.
Wenn die Schäfer fich mit räudigen Schm
fen häufig beschäftigen, und oft und bald nachher
in andern Ställen reine Schafe warten wollten,

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