Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/518/
Die Instruction des Bundesrathes vom 24. Februar 1881 zur Ausführung
dieses Gesetzes lautet:
I. Beschälseuche der Pferde,
a. Ausbruch der Seuche.
§ 110. Ist der Ausbruch der Beschälseuche oder ein Verdacht der Seuche
(§ 1, Abs. 2 des Gesetzes) festgestellt (§ 12 des Gesetzes), so ist von der Polizei
behörde und dem beamteten Thierarzt (§ 2, Abs. 3 des Gesetzes) möglichst zu
ermitteln, welche Pferde mit den erkrankten, oder der Seuche verdächtigen Pferden
innerhalb der letzten 6 Monate in geschlechtliche Berührung gekommen sind.
Von dem Ergebniss dieser Ermittelungen ist, soweit erforderlich, den be
theiligten anderen Polizeibehörden Mittheilung zu machen.
§ 111. Die Polizeibehörde hat den Ausbruch der Beschälkrankheit auf
ortsübliche Weise und durch Bekanntmachung in dem für amtliche Publicationen
bestimmten Blatte (Kreis-, Amtsblatt u. s. w.) zur öffentlichen Kenntniss zu bringen.
§ 112. Die an der Beschälseuche erkrankten, oder der Seuche verdächtigen
Hengste und Stuten, desgleichen diejenigen Pferde, welche innerhalb der letzten
6 Monate nachweislich mit erkrankten, oder der Seuche verdächtigen Hengsten
oder Stuten begattet worden sind, müssen von der ferneren Begattung (s. § 114)
ausgeschlossen werden.
Ein Wechsel des Standorts (Gehöfts) dieser Pferde darf ohne vorgängige
Anzeige bei der Polizeibehörde nicht stattfinden.
Anderweite Beschränkungen in der Benutzung der Pferde sind den Be
sitzern nicht aufzuerlegen.
Wenn der leitende Polizeibeamte bei der Untersuchung nicht zugegen ist,
so hat der beamtete Thierarzt die sofortige Einsperrung und Absonderung der
erkrankten und verdächtigen Thiere bis zum polizeilichen Einschreiten anzuordnen.
Die getroffenen Anordnungen sind dem Besitzer der Thiere, oder dessen Vertreter
entweder zu Protokoll, oder durch schriftliche Verfügung zu eröffnen, auch hat
der beamtete Thierarzt davon der Polizeibehörde sofort Anzeige zu machen.
§ 113. Tritt die Beschälseuche in einem Bezirke in grösserer Ausdehnung
auf, so kann die Zulassung der Pferde zur Begattung in dem gefährdeten Be
zirke für die Dauer der Gefahr allgemein von einer vorgängigen Untersuchung
der Pferde durch den beamteten Thierarzt abhängig gemacht werden (§ 51 des
Gesetzes).
In diesem Falle müssen die Hengste auf den Beschälstationen und alle
übrigen Deckhengste in dem gefährdeten Bezirke von 14 zu 14 Tagen einer thier
ärztlichen Untersuchung unterzogen werden.
b. Aufhebung der Schutzmassregeln.
§ 114. Die nach Vorschrift des § 112 angeordneten Schutzmassregeln sind
wieder aufzuheben:
1) rücksichtlich derjenigen Pferde, welche mit erkrankten oder der Seuche
verdächtigen Hengsten oder Stuten begattet worden sind, wenn sie innerhalb
6 Monaten nach der Begattung keine verdächtigen Erscheinungen zeigen und ihre
Unverdächtigkeit durch den beamteten Thierarzt festgestellt ist;
2) rücksichtlich der der Seuche verdächtigen Pferde, wenn sich nach dem
Gutachten des beamteten Thierarztes der Verdacht als nicht begründet heraus

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