Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/519/
gestellt hat, und Örtliche Krankheitserscheinungen, Zeichen von Schwäche und
Abmagerung nicht vorliegen;
3) rücksichtlich derjenigen Pferde, bei welchen der Ausbruch der Beschäl
seuche festgestellt ist, 3 Jahre nach erfolgter und vom beamteten Thierarzt fest
gestellter vollständiger Heilung;
4) bei allen erkrankten und verdächtigen Hengsten sofort nach erfolgter
Castration.
§ 115. Die nach Vorschrift des § 113 angeordneten Schutzmassregeln sind
aufzuheben, sobald die Krankheit erloschen, oder auf einzelne Fälle beschränkt ist.
§ 116. Die Polizeibehörde hat das Erlöschen der Krankheit durch amt
liche Publication zur öffentlichen Kenntniss zu bringen und dabei bekannt zu
machen (§ 111), welche Hengste und Stuten auf 3 Jahre von der Zulassung zur
Begattung ausgeschlossen sind.
II. Bläschenausschlag der Pferde und des Rindviehs.
§ 117. Ist der Bläschenausschlag bei Pferden, oder bei dem Rindvieh durch
die amtliche Untersuchung (§12 des Gesetzes) festgestellt, so muss der Besitzer
der kranken Thiere oder dessen Vertreter angehalten werden, die Thiere bis zu
ihrer vollständigen Heilung von der Begattung auszuschließen. Ein Wechsel des
Standorts oder Gehöfts ist während der Dauer der Krankheit verboten.
§ 118. Nach Feststellung des Bläschenausschlages ist von der Polizeibehörde
und dem beamteten Thierarzte (§ 2, Abs. 3 des Gesetzes) möglichst zu ermitteln,
wie lange die Krankheitserscheinungen schon bestanden haben, und ob neuerdings
Pferde, beziehungsweise Rindviehstücke mit den kranken Thieren in geschlecht
liche Berührung gekommen sind.
Von dem Ergebniß dieser Ermittelungen ist, soweit erforderlich, den be
theiligten anderen Polizeibehörden Mittheilung zu machen.
§ 119. Die Seuche gilt als erloschen, und die nach § 117 angeordnete
Schutzmassregel ist aufzuheben, wenn nach der Erklärung des beamteten Thier
arztes der Ausschlag bei den kranken Thieren vollständig abgeheilt ist.
Das Österreichische Gesetz vom 29. Februar 1880 enthält in
Bezug auf die in Rede stehende Krankheit folgende Bestimmungen:
§ 31. Pferde, welche an der Beschälseuche leiden, dürfen zum
Belegen nicht zugelassen werden.
Stuten, welche mit dieser Seuche behaftet waren, sind selbst
dann, wenn sie wieder hergestellt scheinen, bleibend von der Nach
zucht ausgeschlossen und deshalb zur Kenntlichmachung an der linken
Halsseite mit den Buchstaben B K zu brennen.
Beschälhengste, von welchen erwiesenermassen Stuten angesteckt
worden sind, oder bei welchen sich das Vorhandensein der Schanker
seuche bestimmt nachweisen lässt, oder welche Stuten, die zur Zeit
des Belegens schon schankerkrank waren, bedeckt haben, sind zu
castriren.
Tritt die Beschälseuche in grösserer Verbreitung auf, so ist von

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66