Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/522/
Zustände auch fernerhin im Zusammenhange zu besprechen, weil die
selben während des Lebens meist nicht auseinandergehalten, d. h. nicht
unterschieden werden können. Die klinische Diagnose, besonders die
Differentialdiagnose dieser Zustäüde ist anfangs ganz unmöglich und
auch in den fortgeschrittenen Stadien der Krankheit meist sehr
schwierig. Auffallende Krankheitserscheinungen stellen .sich nämlich
erst dann ein, wenn das Leiden bereits einen höheren Grad erreicht hat.
Die wahrnehmbaren Krankheitserscheinungen sind nun im Wesent
lichen folgende:
A. Bei stärkerer oder alleiniger Brustaffection macht
sich zunächst ein anfangs noch kräftiger, trockener, rauher Husten
bemerkbar, der im Laufe der Zeit dumpf und schwach wird. Die
Häufigkeit des Hustens hängt ebenso wie seine Klangfarbe von dem
Grade und dem Sitze der pathologischen Zustände ab. Bei der eigent
lichen Perlsucht mit nur geringer Lungenaffection pflegt der Husten
nicht gerade häufig zu sein und besonders früh Morgens, aber auch
im Laufe der Tageszeit einigemal sich einzustellen; die Patienten
husten in der Regel nur 2 bis 3mal nach einander. Je ausgebreiteter
und intensiver die Lungen erkrankt sind, um so häufiger und matter
wird der Husten, um so beschleunigter und beschwerlicher schliesslich
das Athmen.
Die physicalische Untersuchung der Brust ergibt je nach Um
ständen folgende Daten; es finden sich:
a) Reibungsgeräusche bei Rauhheit der Oberfläche des Rippen
felles und des serösen Ueberzuges der Lungen.
b) Bronchiales Athmen, Giemen, Pfeifen, Schnurren, Rasseln
u. dergl. bei Erkrankungen der Lungen, besonders derjenigen
Partien, welche der Auscultation zugänglich sind.
c) Dämpfung des Percussionstones bei starker Auflagerung von
Perlknoten auf die serösen Oberflächen und bei umfangreicher
Unwegsamkeit der Luftwege in den Lungen, sofern die be
troffenen Partien der Percussion zugänglich sind.
B. Bei vorzugsweiser oder alleiniger Affection der
Hinterleibsorgane sind nur dann auffällige Krankheitserscheinungen
vorhanden, wenn die in der Bauchhöhle gelegenen Geschlechtsorgane
weiblicher Thiere Sitz der krankhaften Veränderungen sind; in diesem
Falle rindern die Patienten alle 3—4 Wochen, nehmen aber bei der
Begattung in der Regel nicht auf; falls dies aber geschehen sollte,
verwerfen sie nicht selten. In solchen Fällen wird die Perlsucht öfter
mit der Stiersucht verwechselt. (Diese ist aber von der Perlsucht

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