Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/587/
des Ausschlages selbst wesentlich beeinflusst werden. So hat Oerlach
bei verschiedenen Spitzhunden durch Trichophyton tonsurans ganz ver
schiedene Formen des Flechtenausschlages entstehen gesehen.
Die Formen, unter welchen das Trichophyton tonsurans in den Haarwurzel
scheiden und in dem Haarschafte sich entwickelt, sind sehr mannigfaltig. Die
Figur 68 zeigt zunächst in dem
einen Haare ausserordentlich Fig. 70.
dünne glattrandige, unver
zweigte, oder nur selten ab
zweigende, gestreckt oder mas
sig geschlängelt verlaufende
Fäden, in deren Innerem in
grossen Zwischenräumen je
ein kleines kernähnliches Kör
perchen eingelagert ist. Sie
scheinen aus einzelnen, sehr
langen, durch die eingelager
ten Körperchen markirten Zel
len zusammengesetzt zu sein.
Andere Fäden sind gegliedert
und von ungleich grösserem
Kaliber, als die ersteren. Die
Glieder Schliessen entweder
fest an einander, oder erschei
nen ganz lose, oder selbst mit
grossen Intervallen an einan
der gereiht. Dabei sind die
gegliederten Fäden einfach
oder verzweigt, die Glieder,
selbst ein und desselben Mycel-
f adens, von ungleicher Grösse,
länglich rund, oder mehr cy-
lindrisch, durchsichtig oder
dunkel u. stark lichtbrechend.
Der grösste Theil der Fäden
läuft der Längsachse des Haares
parallel, nur wenige ziehen
quer oder schief; einzelne
senden zurücklaufende Zweige.
Auch finden sich isolirte und
gehäufte, grössere und kleinste
rundliche Gebilde.
In dem in Figur 69 ab
gebildeten Haare desselben
Knaben, von welchem das
Haar der Figur 68 entnommen ist, fällt zunächst der Reichthum der es nach
allen Richtungen durchsetzenden Pilzfäden und ihre ziemliche Gleichartigkeit auf.
Pütz, Lehrbuch der ansteckenden Thierkrankheiten. 37

Epidermisschuppen von Herpes tonsurans vesiculosus von
der Kieferhalsfurche eines Knaben. Vergr. (ca. 700) Hart
nack Oc. 3. Obj. 9. a tiefere Lagen der platten Epidermis
zellen; b oberste Schicht der kernhaltigen Betezellen.
(Nach Kaposi.)

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