Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/62/
dratische Form annehmen. Kurz darauf beginnt die Reife der Glieder,
nachdem die Geschlechtsorgane ungefähr 200 Glieder vorher (etwa
mit dem 450. Gliede) zur vollen Entwicklung gekommen waren. Die
reifen Proglottiden werden nur selten spontan entleert und gehen
meist einzeln mit dem Kothe ab, nicht selten jedoch sind auch meh
rere abgehende Glieder mit einander verbunden.
Hierdurch wird die Massenaufnahme von Bandwurmeiern durch
Pflanzenfresser und Omnivoren, namentlich durch die sogenannten
Koprophagen, in hohem Grade begünstigt.
Die Geschlechtsöffnung liegt hinter der Mitte der reifen Glieder.
Der Fruchthälter, der meist deutlich durch die Körpermasse durch
scheint, besitzt 7—10 Seitenzweige, die durch grössere Abstände von
einander getrennt sind und ihrerseits wieder in eine Anzahl von den
dritisch oder kammförmig gruppirten Aesten sich auflösen. Die
Eier sind ziemlich rund und in eine dicke Schale eingeschlossen, die
aussen mit dichtstehenden Stäbchen besetzt ist. Mitunter persistirt im
Umkreis der Schale noch die ursprünglichhelle Eihaut. (S. Fig. 5 S.38.)
Die Geschlechtsöffnung steht bald rechts, bald
links, d. h. ihre Stellung wechselt ab, jedoch nicht ganz
regelmässig, insofern manchmal bei 2 oder drei auf
einander folgenden Gliedern diese Oeffnung auf der
nämlichen Seite der Bandwurmkette sitzt.
Die Taenia solium kommt in Europa, Amerika,
Asien und Afrika vor; in Australien scheint sie noch
nicht heimisch geworden zu sein.
Beide hier gekennzeichnete Tänien können Ge
sundheitsstörungen bei ihrem Wirthe verursachen, welche
sich im Wesentlichen folgendermassen äussern: Leib
schmerzen (wellenförmiges Zusammenziehen im Darm
canal e) so wie andere Verdauungsleiden, resp. Ernäh
rungsstörungen; ferner Ohrenbrausen, Gliederschmerzen
und auch wohl epileptische Anfälle.
In Folge von Selbstinfection oder anderweitiger
Aufnahme von Tänienbrut können, wie bereits erwähnt
wurde, beim Menschen schwere und unheilbare Gehirn
krankheiten verursacht werden.
Die Taenia saginata soll im Allgemeinen schwerer abzutreiben
sein, als die Taenia solium. Ob dies die Folge einer grösseren Un
empfindlichkeit oder Resistenz gegen Bandwurmmitfel, oder die Folge
des grösseren Kopfes und der stärker entwickelten Saugnäpfe ist,

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