Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/646/
zustellenden Regiemente und Verordnungen, insofern sie mit unseren
Vorschriften nicht in Widerspruch stehen.
Art. 16. Bei Anzeige einer Viehseuche durch den Eigenthümer,
Viehhalter oder Hirt, oder wenn Verdacht einer Viehseuche vorhanden
ist, muss der Bürgermeister das kranke oder verdächtige Vieh un
verzüglich durch den Districtsthierarzt (oder etc.) untersuchen lassen.
Dieser erstattet an den Bürgermeister einen schriftlichen Bericht und
wenn der Fall ihm eine ansteckende Krankheit zu sein scheint, macht
er gleichzeitig Vorschläge für die zur Einschränkung der Krankheit
zu nehmenden Massregeln; diesen Vorschlägen hat der Bürgermeister
nach den Bestimmungen dieses Gesetzes sofort Folge zu gehen, vorbe
haltlich der Berufung an Unsern Minister des Inneren. — In zweifel
haften Fällen wird Unserem Minister des Inneren sofort Kenntniss
gegeben. Dieser befiehlt eine Untersuchung und schreibt alle gesetz
lichen Massregeln vor, welche ihm nothwendig erscheinen.
Art. 17. Auf Verfügung des Bürgermeisters wird, wenn mög
lich nach Rücksprache mit dem Districtsthierarzte (oder etc.) das Ge
höfte, der Stall, oder die Weide, worin sich ein seuchekrankes oder
verdächtiges Thier befindet oder befunden hat, durch einen Polizei
diener, oder in dessen Gegenwart, deutlich kennbar gemacht; die dazu
verwendeten Kennzeichen bleiben während der durch den Bürger
meister, nach Rücksprache mit dem Districtsthierarzte, bestimmten Zeit
angeheftet, jedoch nicht länger als 100 Tage nach dem Ende des
letzten Falles.
Art. 18. Der Stoff, die Form und Grösse dieser Kennzeichen
werden durch Unsern Minister des Inneren bestimmt und durch die
Staatszeitung veröffentlicht.
Art. 19. Der Bürgermeister ist verpflichtet, auf Benachrichtigung
des Districtsthierarztes (oder etc.), seuchekrankes oder -verdächtiges,
oder von einer Seuche genesenes Vieh, mit einem Merkzeichen zu
versehen.
Art. 20. Das Werkzeug zum Zeichnen des Viehs (bezeichnet
in Art. 17) soll auf Reichsrechnung in jeder Gemeinde vorhanden sein.
Art. 21. Der Transport von seuchekrankem oder verdächtigem
Vieh ist verboten. Wenn aber dieser Transport nothwendig ist, kann
der Bürgermeister, nach Anhörung des Districtsthierarztes (oder etc.),
den Transport unter Angabe entsprechender Vorsichtsmassregeln ge
statten.
Art. 22. Ein Thier wird für verdächtig gehalten, wenn der
Districtsthierarzt Merkmale einer Seuche an demselben wahrzunehmen

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