Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/648/
Artikel genannten Verrichtungen des Bürgermeisters, werden durch
diesen auf seiner Amtsstube zu Protocoll genommen.
Sowohl der Bürgermeister, wie der Eigenthümer kann verlangen,
dass der Sachverständige, oder jeder der Sachverständigen, vor der
Werthung den Eid oder das Gelübde ablegt, nach seinem besten
Wissen die Schätzung vornehmen zu wollen.
Bei Abwesenheit des Eigentümers wird dieser durch seinen
Bevollmächtigten der am Orte war, wo das Vieh sich befindet, oder
wo dieser fehlt, durch den Viehhalter oder -Hirt vertreten, um die Aus
führung der Bestimmungen dieses Artikels zu controliren. Der Kauf
preis wird gleichwohl zur Verfügung des abwesenden Eigentümers
jederzeit beim Gemeinde-Empfänger deponirt.
Art 25. Wenn zur Tödtung geschritten werden muss, oder
wenn Krankheitsfälle vorgekommen sind, die dazu Veranlassung hätten
geben können, so ist der Bürgermeister verpflichtet, die Gegenstände
zu enteignen und zu vernichten, welche durch den Districtsthierarzt
(oder etc.) angewiesen worden sind. Diese Enteignung geschieht nach
der in Art. 24 angegebenen Weise. Der Beschluss dazu wird in der
selben Weise gefasst, wie in Art. 23 angegeben ist; gleichzeitig kann
auch die Beschlagnahme verunreinigter Gegenstände befohlen werden.
Art. 26. Der Eigentümer des zufolge dieses Gesetzes getödteten
Viehs, oder der enteigneten Gegenstände, die in Art. 25 genannt
wurden, welcher den angebotenen Preis nicht angenommen hat, kann
denselben noch während 6 Monaten beim Gemeinde-Empfänger er
heben. — Na,ch Ablauf dieses Termines wird die Summe in die Kasse
der gerichtlichen und freiwilligen Abgaben abgeliefert. Die Quittung
über die Ausbezahlung an den Berechtigten, oder an die Steuerkasse
wird durch den Gemeinde-Empfänger an die allgemeine Rechenkammer
gesendet.
Für die Uebergabe der Gelder an die Steuerkasse sind die durch
Art. 1442 des bürgerlichen Gesetzbuchs vorgeschriebenen Formen nicht
anwendbar.
Der Entschädigungsberechtigte kann sich innerhalb 5 Jahren
nach Ablieferung der Summe bei der Steuerkasse anmelden, um die
Summe noch nachträglich zu erheben. In diesem Falle werden ihm
die Kosten der Ablieferung an die Steuerkasse, welche das Reich vor
geschossen hat, abgezogen. — Nach Ablauf dieser 5 Jahre ist die
Forderung des Eigentümers verjährt und verfällt die Summe an das
Reich. Die Kosten bleiben in diesem Falle zu Lasten des Reiches.

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