Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/650/
ist auch anwendbar für alle Unkosten, wozu die Enteignung Veran
lassung gibt, somit auf die Kosten für Beschaffung von Kalk, Brenn
stoffen oder anderen Dingen, welche beim Vergraben, Verbrennen oder
Unbrauchbarmachen von getödtetem oder gestorbenem Vieh ange
wendet wird, so wie auf die Kosten zur Reinigung und Desinfection
von Ställen und anderen Gebäuden.
Art. 29. Wenn es vom Districtsthierarzte für nöthig gehalten
wird, werden verseuchte Gehöfte oder Weiden, erforderlichenfalls ein
schliesslich der zunächst gelegenen Ländereien oder Besitzungen, auf
Verfügung des Bürgermeisters, der dazu die Hilfe der Militärmacht
in Anspruch nehmen kann, abgeschlossen. — Die Kleider der Per
sonen, welche das betreffende Terrain verlassen, werden zunächst
desinficirt. ,
Art. 30. Beim Herrschen von Viehseuchen kann in Fällen,
welche durch die allgemeinen Massregeln der inneren Verwaltung
(inwendig bestuur) durch Art. 34 vorgeschrieben sind, das Festlegen
oder Festhalten von Hunden in den Gemeinden, oder in einem Theile
derjenigen Gemeinde geboten werden, worin die Seuche herrscht, und
wenn nöthig in benachbarten Gemeinden.
Der Bürgermeister bringt auf Antrag des Districtsthierarztes
den Anfang des betreffenden Termines zur öffentlichen Kenntniss und
verkündigt ebenso die Aufhebung dieser Massregel 30 Tage nach dem
letzten Krankheitsfälle, der sich wahrnehmbar gemacht hat.
Frei umherlaufende Hunde in den Gemeinden, oder in Theilen
der Gemeinden, können von den Polizeibeamten getödtet werden.
Von der Verpflichtung des Festhaltens der Hunde kann Unser
Commissar in der Provinz, nach Anhörung des Bürgermeisters und
des Districtsthierarztes, in Gemeinden oder Theilen von Gemeinden
dispensiren.
Art. 31. Bezüglich des Ortes und der Art des Begrabens, des
Verbrennens oder anderer Vernichtungsarten von Thieren, welche in
Folge dieses Gesetzes getödtet werden, oder an einer Seuche gestor
ben sind, so wie bezüglich der Vernichtung anderer Gegenstände und
der Desinfection der Ställe und anderer Gebäude, so wie die Unschäd
lichmachung von Dünger betreffend, werden die durch Uns gegebe
nen, oder noch zu gebenden Vorschriften befolgt.
Die Desinfection findet nach Anweisung und unter Controle
des Districtsthierarztes auf Kosten des Reichs statt. Dieselbe soll
innerhalb 14 Tagen nach Feststellung des letzten Seuchenfalles aus-

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