Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/651/
geführt werden. Dieser Termin kann nötigenfalls durch Unsern
Minister des Inneren verlängert werden.
Wenn die Beerdigung oder Verbrennung durch gewisse Um
stände auf dem Grundstücke oder Boden, wo das Vieh gestorben
oder getödtet worden ist, nicht stattfinden kann, und kein Grundstück
in der Gemeinde dem Bürgermeister zur Verfügung steht, so soll ihm
ein Begräbnissplatz in nächster Lage abgetreten werden, wofür er
den dadurch eventuell verursachten Schaden an den betreffenden Grund
besitzer vergütet.
Wenn das Vieh in einem Stalle oder in einer Scheune gestorben
oder getödtet ist und kein Gemeindeboden zur Verfügung steht, so
weist der Bürgermeister eine Stelle zur Beerdigung oder Verbrennung
an, welche mindestens 50 Mtr. von Ställen, Wohnungen und Trink
wasserbrunnen entfernt liegt und vergütet dem Grund-Eigenthümer
den dadurch eventuell verursachten Schaden.
Bei Differenzen über den Betrag des Schadens, von dem in
den beiden vorhergehenden Abschnitten die Rede ist, wird dieser
auf das Gesuch der am meisten bereiten Partei, durch den Kantons
richter ohne weitere Berufung taxirt.
Art. 32. In Gebäuden oder auf Weiden, Erbstücken oder Ge
höften, wo Vieh steht oder stand, das an einer Seuche leidet oder ge
litten hat, darf während eines Termines, der für jede Seuche in
einer allgemeinen Massregel der inneren Verwaltung (van inwendig
bestuur) in Art. 34 angegeben ist, kein Vieh gebracht werden.
Art. 33. Der Bürgermeister, mag er von dem ihm nöthig be
fundenen Personal begleitet sein oder nicht, ist berechtigt, Ställe und
Wohnungen der Eigenthümer, Viehhalter oder -Hirte, selbst ohne deren
Zustimmung, zwischen Sonnen-Aufgang und -Untergang, ferner die
Weiden während der Dauer der Ausführung der Bestimmungen dieses
Gesetzes, oder kraft der auf Grund dieses Gesetzes ausgefertigten
Beschlüsse, zu betreten.
Art. 34. Durch Uns wird nach Vorschrift der inneren Ver
waltung eine Commission von Sachverständigen gehört, um anzugeben,
welche Thierkrankheiten für ansteckend gehalten werden; gleichzeitig
wird festgestellt, welche von den in dieser^ Gesetze genannten Maass
regeln beim Herrschen oder Drohen einer der betreffenden Seuchen
angewendet werden sollen.
Pütz, Lehrbuch der ansteckenden Thierkrankheiten.

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