Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/652/
§ 3. Strafbestimmungen.
Art. 35. Unbeschadet der Anwendung der durch das Straf
gesetz angedrohten Strafen, soweit dieselben anwendbar sind, wird
mit Gefängniss von 1 Monat bis zu 1 Jahr und mit Geldbusse von
25 bis 500 Gulden zusammen oder besonders bestraft: jede Weige
rung oder feindliche Behinderung Beamten gegenüber, welche mit
Ermittelung von Uebertretungen, oder Abhalten von Visitationen in
Höfen, Grundstücken, Weiden, Ställen etc. beauftragt, oder dazu er
mächtigt sind; jede Erschwerung oder Verhinderung der Ausführung
dieses Gesetzes oder der von Uns kraft Art. 25, 31 u. 34 zu ge
benden Vorschriften, ferner das ganze oder theilweise Ausgraben von be
grabenem Vieh, Fleisch, Gebeinen oder Ueberbleibseln davon, das Weg
nehmen, Versetzen oder Unkennbarmachen der in Art. 19 bezeich
neten Merkmale, der Transport von einem oder mehreren der in
Art. 29 bezeichneten Gegenstände, nach oder aus dem in einem ge
sperrten Kreise gelegenen Terrain, in Widerspruch mit diesem Artikel
oder mit den allgemeinen in Art. 34 bezeichneten Vorschriften der
inneren Verwaltung; das vorsätzlich in verdächtigen Zustand-bringen
oder -bringenlassen von Vieh; das Verlassen des Terrains ohne vorher
gehende Desinfection der Kleider, jede Uebertretung der Art. 14, 21
u. 32 dieses Gesetzes und der von Uns kraft der Art. 15, 31 u. 34
festzustellenden Bestimmungen.
Bewegliche Gegenstände, worin oder womit die Uebertretung
stattgefunden hat, werden unverzüglich, oder so bald wie möglich in
Beschlag genommen und durch den Richter laut Urtheil confiscirt und
so weit dies aus sanitären Rücksichten, oder zur Fernhaltung von In-
fection nothwendig ist, wird deren Vernichtung oder Unschädlichmachung
geboten. Vernichtung oder Unschädlichmachung werden bei Freispre
chung oder Aufhebung von einer Rechtsverfolgung ebenfalls befohlen,
und zwar gegen eine Entschädigung, welche durch richterliches Urtheil
bestimmt wird, wenn das allgemeine Interesse dies rathsam macht.
Art. 36. Wenn die wegen Ansteckungsgefahr in Beschlag ge
nommenen Gegenstände nicht zur Aufbewahrung geeignet sind, werden
dieselben nach vorausgegangener Schätzung gemäss Art. 24 dieses
Gesetzes, auf Befehl des Beamten, der die Sachen in Beschlag ge
nommen hat, unverzüglich’vernichtet oder unschädlich gemacht. —
Die Geldsumme, welche den Werth der vernichteten Gegenstände
repräsentirt, wird an den Gemeinde-Empfänger in Verwahrung ge
geben. Sie wird im Falle der Freisprechung oder Aufhebung der

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