Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/656/
Art. 2. Eigenthümer oder Inhaber von Vieh in Landesgebieten,
wie sie im vorigen Artikel angegeben wurden, sind verpflichtet, den
Districtsthierarzt oder seinen Stellvertreter und den (durch Unsern mit
Ausführung dieses Gesetzes beauftragten Minister) dazu angestellten
Aufseher, in die Ställe, auf die Weiden, oder an sonstige Orte, wo
Vieh sich befindet, den Eintritt zwischen Sonnen-Auf- und Untergang
zu gestatten.
Art. 3. Weigerung, oder thatsächliche Behinderung, dem in
Art. 2 bezeichneten Beamten gegenüber, den Zutritt in die Ställe,
auf die Weiden etc. zu gestatten, wird mit 1 Monat bis 1 Jahr
Haft und mit einer Geldbusse von 100 bis 500 Gulden bestraft. Bei
Wiederholung dieses Vergehens werden die Strafen verdoppelt.
Art. 4. Art. 463 des Strafgesetzbuches und Art. 20 des Ge
setzes vom 29. Juni 1854 (Staatsblatt No. 102), werden auf die im
vorigen Artikel angegebenen Vergehen angepasst.
Art. 5. Die Bestimmungen des Gesetzes vom 20. Juli 1870
(Staatsblatt No. 131) und der, kraft dieses Gesetzes durch Uns ge
fassten Beschlüsse, bleiben auch, nachdem dieses Gesetz in Wirksam
keit getreten ist, unvermindert in Kraft.
Art. 6. Dieses Gesetz wird verbindlich mit dem Tage seiner
Publication.
Wir verordnen und befehlen, dass dies im Staatsblatte aufge
nommen werde und dass alle ministeriellen Departements, Autoritäten,
Collegien und die betreffenden Beamte die genaue Ausführung för
dern sollen.
Gegeben auf dem Loo, den 8. August 1878.
Willem.
Der Minister des Inneren: Kappeyne.
Ausgegeben den 11. August 1878 der Justizminister: H. J. Smidt.

Staatsblad von 1878 No. 128. Beschluss vom 17. Aug. 1878,
betreffend Feststellung näherer Bestimmungen zur Bekämpfung der
Lungenseuche unter dem Rindvieh.
Wir Wilhelm etc. haben folgendes verordnet: In Erwägung,
dass es nothwendig ist, nähere Bestimmungen bezüglich der Lungen-
seuche unter dem Rindvieh festzustellen und auf Grund des Art. 15
des Gesetzes vom 20. Juli 1870 (Stbl. 131) und Art. 1 des Gesetzes
vom 8. August 1878 (St. 115). Nach Anhörung Unseres Ministers
des Inneren, des Staatsrathes etc. etc.

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