Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/703/
Von 142 geimpften Pferden und 81 nicht geimpften Control
pferden starb ein Pferd während der Impfung an Septicämie. Ein
weiterer Todesfall kam unter beiden Gruppen Versuchspferden bis
dahin nicht mehr vor.
Ob und in wie weit die Milzbrand-Impfungen in der Praxis
Eingang finden und empfohlen zu werden verdienen, lässt sich, trotz
der seitherigen relativ glänzenden Erfolge, vorläufig noch nicht be
stimmen. Weitere Erfahrungen werden hierüber entscheiden; es ist
nicht unmöglich, dass die Pasteur’sche Entdeckung die Tilgung von
Viehseuchen in ganz andere Bahnen lenken wird.
Am 5. und 19. April 1882 sind auch im Regierungsbezirke
Merseburg auf der Domäne Packisch, auf Veranlassung des preussi
schen Ministeriums für Landwirthschaft etc. durch Thuillier Milzbrand-
Impfungen (die beiden Vorimpfungen) bei Schafen und Rindern vor
genommen worden, welchen am 6. Mai 1882 die Control-Impfung
gefolgt ist.
Am 9. Mai 1882 habe ich der Controle, welche durch die vom
königl. Ministerium eingesetzte Commission vorgenommen worden ist,
beigewohnt. Das Resultat der Schlussimpfung war an genanntem
Tage folgendes:
Von den 25 vorgeimpften Schafen waren in den ersten Tagen
nach der 2. Impfung 3 Stück an Impfmilzbrand gestorben. Die
noch übrigen 2 mal vorgeimpften 22 Schafe und 6 Rinder waren am
6. Mai gleichzeitig mit 25 Schafen und 6 Rindern, welche nicht vor
geimpft waren, mit frischem Milzbrandblute geimpft worden. Wenn
ich nicht irre, so hatte man jedem Schafe V 6 Cctm. und jedem Rinde
^2 Cctm. natürliches Milzbrandgift unter die Haut eingespritzt.
Am 9. Mai waren 24 nicht vorgeimpfte Schafe todt; das 25. so
schwer krank, dass der Eintritt des Todes nahe zu sein schien.
Die 22 vorgeimpften Schafe zeigten keine Spur von Krankheit;
sie erschienen sämmtlich vollkommen gesund.
Von den 6 nicht vorgeimpften Rindern waren bei meiner Unter
suchung 2 todt, 2 schwer krank; die beiden anderen Thiere dieser
Categorie waren nicht auffallend krank, hatten aber, nach Angabe
des Wärters, nicht so gut gefressen wie sonst.
Die Section der gestorbenen Thiere ergab die ausgeprägten Er
scheinungen des Milzbrandes.
Die 6 vorgeimpften Rinder erschienen vollkommen gesund.
Nach einer mir auf der Rückreise nach Halle (von Herrn Amts
rath Zimmermann in Benkendorf) gemachten Mittheilung ist eins

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