Titel:
Die Seuchen und Herdekrankheiten unserer Hausthiere
Personen:
Pütz, H. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN634229885/99/
Trichina spiralis.

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selben; gewöhnlich liegen sie einzeln; selten zu 2 bis 4 in einer Kapsel;
diese bedarf etwa 2 Monate bis zu ihrer Vollendung. Erst nach mehr
als 1 Jahre pflegt die Kapsel zu verkalken; aber noch nach Jahr-
zehnten hat man die Parasiten lebend in ihrer Kapsel angetroffen.
In allen Welttheilen sind nunmehr Trichinen beobachtet worden.

Die Geschlechtsöffnung der weiblichen Trichine liegt ungefähr
auf der Grenze des ersten Körperviertheils hinter dem zugespitzten
Kopfende. Schon in der Muskeltrichine sind die inneren Geschlechts-

Fig-. 40.

Eine eingekapselte Muskeltrichine mit beginnender Verkalkung der beiden zugespitzten
Pole der Kapsel. Vergr. 130.

organe (Ovarium) theilweise vorhanden; am vorderen Theile des Uterus
befindet sich der sog. Earre'sche Körnerhaufen, der den männlichen
Muskeltrichinen fehlt. Ihre vollständige Ausbildung erlangen die Ge-
schlechtsorgane der weiblichen Trichinen erst im Darme, wobei na-
mentlich der Hintertheil der Parasiten sich vergrößert. Es entwickeln
sich in den Uterus-Eiern die Embryonen, welche gegen das Ende des Ge-
schlechtscanales die Eihüllen durchbrechen und lebendig geboren werden.
Der Uterus geht ganz allmählich in die Vagina über, deren vorderstes
Ende mit einer chitinösen Auskleidung von der Vulva her versehen ist.

Das Männchen besitzt an seinem hinteren Ende 2 lappenartige
Fortsätze; die Geschlechtsöffnung ist mit dem Mastdarmende zu einer
vorstülpbaren Kloake verbunden.

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