Titel:
Die Erection des Penis, nach Beobachtungen und Versuchen an Thieren, besonders an Pferden
Personen:
Günther, Johann Heinrich Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN635963299/22/
§• 14.
Ich ritt am 27. September 1823 nach dem Gute des
Ober-Cammerherrn v. L. L—h—n, um daselbst wegen aus
gebrochener Schaafpockenseuche die nöthigen Massregeln
einzuleiten. Der Weg dahin führt wegen zwischenliegen
den Deistergebirges in einem grossen Bogen, und beträgt
die Entfernung 8 — 9 Stunden. Mich begleitete, neben
dem Pferde herlaufend, mein zweijähriger sehr treuer
Pinscherhund, der äusserst lebhaft und feurig, von mir
übrigens selbst aufgezogen, und welcher, wie ich deshalb
sicher weiss, des Weges niemals gekommen, auch vorher
nie in der g. Gegend gewesen war, — In L—h—n ange
kommen, präsentirte der dortige Verwalter L—g eine
Pinscherhündin, welche er wegen besonderer Schönheit
meines Hundes von selbigem bedeckt wünschte. — Die
beiden Hunde wurden, wie es unter gleichschlägigen Hun
den gewöhnlich, sofort sehr bekannt und vertraut, und
war die Neigung von der einen Seite eben so gross als
von der andern. Indessen war die Hündin noch nicht
zur begattungsmässigen Höhe der Brunst gelangt und ge
stattete deshalb eine Begattung nicht.
Ich ritt am andern Tage nach besorgten Geschäften
desselben Weges wieder retour, und mein Hund verliess,
mir ohne Weiteres folgend, die mit ihm spielende und
selbigen noch eine Strecke Wegs begleitende Hündin.
Zu Hause angekommen, verhielt sich der Hund wie
gewöhnlich, ging wie sonst regelmässig mit mir nach der
Schule, legte sich während der Vorlesungen vor den Hör
saal, und wartete wie gewöhnlich deren Ende ab, um
mich wieder nach Hause, oder sonst auf Geschäftswegen
zu begleiten. — Am 30. Septbr. d. J. ging der g. Hund
wie sonst um 2 Uhr mit mir nach der Schule, ich hielt,
meine Vorlesungen, fand aber nach Beendigung derselben
den Hund nicht, mich erwartend an seinem Platze, fand
selbigen auch in meiner Wohnung nicht vor, und erst
Abends gegen 7 Uhr stellte er sich von Kopf bis zu Fuss
beschmutzt wieder ein, und zwar mit einer Schnur um den
Hals, woran ein Zettel befestigt war, folgenden Inhalts:

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