Titel:
Der Milzbrand, eine unter dem Rindviehe, den Pferden und Schweinen häufig herrschende Seuche und deren sicherstes Heilmittel
Personen:
Weber, Georg Adolf Wikipedia
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vieler Landleute gewesen. Selbst die Landleute, die im
Wohlstände lebten, kamen häufig in demselben zurück
auch bei dem regsamsten und unverdrossensten Fleiße, bei
den besten landwirthschastlichen Kenntnissen, wenn diese
mörderische Krankheit ihren Viehstand zerstörte. — Die
Viehversicherungs-Anstalten, welche in den letzteren Jahren
entstanden, waren wohl hinreichend, das Verarmen Ein
zelner zu verhindern, aber die Bewohner der Ortschaf
ten, in denen der Milzbrand mit besonderer Malignität
herrschte, mußten hart besteuert werden, um die Summe
zu decken, welche die vielen Todesfälle verursachten.
Auf diese Weise litten ganze Gemeinden so, daß bis
weilen diese Beisteuer in die Versicherungs-Casse fast so
viel betrug, als alle herkömmlichen Landessteuern.
Die Thierärzte sprechen selbst ihre Ohnmacht in
der Behandlung des Milzbrandes aus, und gesetzt, dies
geschähe nicht von denselben, so beweist ihr erfolgloses
Handeln in dieser Krankheit zur Genüge, wie wenig sie
zu leisten vermögen. Unterwerfen wir die zum Theil
werthvollen Schriften, welche von Ärzten und Thierärz
ten über die Milzbrandseuche verfaßt wurden, einer nähe
ren Beleuchtung, so müssen wir den Fleiß und den
regsamen Eifer, Herr über diese verheerende Krank
heit zu werden, zwar anerkennen, aber auch aufrichtig
gestehen, daß die Behandlung dieser Krankheit, trotz

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