Titel:
Die Fusskrankheiten der Pferde und des Rindviehes ; Erster Band
Personen:
Anker, Matthias Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN655946543/19/
diese Körpertheile des Pferdes besonders zu schützen, um
sich die mannigfaltigen Dienste dieses Thieres ungestörter
gewähren zu lassen.
Vor der Erfindung des eigentlichen Hufbeschlages suchte
man bekanntlich durch Schuhe, die aus allerlei Stoffen, oft
sehr künstlich verfertigt wurden, die Hufe vor Verderben zu
bewahren. Diese Sorgfalt konnte sich jedoch zunächst aus
schließlich nur auf das mechanische (äußere) Verhältniß,
die Form der Hufe beziehen, weil damals der innere, ana
tomische Bau der Füße und die an denselben sich knüpfenden
physiologischen Kräfte und Eigenschaften, Krankheiten u. s. w.
noch nicht wie jetzt bekannt waren. Darum konnte weder in
diätetischer noch präservirender Hinsicht durch Mithülfe eines
zweckmäßigen Hufbeschlags verbessernd (umstimmend wo es
nothwendig erschien) auf das bildende Leben der Füße ein
gewirkt werden. — Die Forschungen der Menschen und die
dadurch fortschreitende Bereicherung der Wissenschaft führten
erst später zu einer tieferen Einsicht in das eben so mannig
faltige als merkwürdige Organisations- und Lebcnsverhältniß
des Fußes, als Theilganzes betrachtet, und über seine wich
tige Beziehung zum Körper des Individuums selbst und seine
wesentlichen Dienstleistungen.

§. 2.
Zwar hat die weise, schaffende Natur dem durch seine
körperlichen Verhältnisse und seinen Charakter für den Men
schen gleich werthvollen, ja unentbehrlichen Pferde, die Enden
seiner Gliedmassen so geschaffen, daß sie unter gewissen L.o-
kalitätseinflüssen, die denen seiner ursprünglich heimathlichen
gleich oder nahe kommen, weder im freien noch gezähmten
Zustande, selbst bei anstrengender Bewegung und Arbeit kaum
eines künstlichen Schutzes bedürfen. Allein, es haben
sich im Verlaufe der Zeit die gewerblichen, gesellschaftlichen,
auch staatlichen Verhältnisse der Menschen und die daherigen
Dienstverhältnisse der Pferde so verändert, daß auch die An
forderungen an diese weit größer sind als früher. Deßhalb

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