Titel:
Die Fusskrankheiten der Pferde und des Rindviehes ; Erster Band
Personen:
Anker, Matthias Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN655946543/34/
zu beschlagen oder beschlagen zu lassen; sondern sich eines
Rechtes auf ihr Eigenthum oder die Sache zu vergeben
glaubten, wenn sie darin nicht selbst befehlen würden, wie'
verkehrt und unzweckmäßig dieses auch geschehen mag. —
§. 18.
Dazu kommt freilich auf der andern Seite leider noch
zu häufig der Mangel an kunstverständigen, mit den er
forderlichen Kenntnissen versehenen (nicht bloß mechanischen)
Beschlageschmieden, um den Hufbeschlag naturgemäß den jewei
ligen Erfordernissen entsprechend, auszuüben. Wie fühlbar
schädlich dieser Mangel für die landwirthschastlichen Verhältnisse
überhaupt, für einzelne Pferdebesitzer aber insbesondere wirke
und wie manches werthvolle Pferd durch denselben seinem
frühzeitigen Ruine zugeführt werde, wissen die Veterinärärzte,
welche ihre Kunst in Gegenden ausüben, wo viele Pferde
aber des Hufbeschlags unkundige Schmive sind, am besten
zu beurtheilen; er ist sehr bedeutend.

§. 19.
In weiterer Beziehung macht sich die Wirkung der ver
nachlässigten Fußpflege bei den größern Hausthieren,
besonders dem Pferde, durch den Mangel am Ausreinigcn,
Waschen der Füße, Nachhelfen in der Hufform re. vom
jugendlichen Alter an, durch ihre ganze Lebensdauer sehr fühl
bar. Durch diese Nachlässigkeit wird denn auch manches Pferd
einem harten Schicksale, der Peitsche und den mit dieser in
Gesellschaft gehenden, sonstigen Qualen überliefert, bis es
an den endlichen Ruhegeber gelangt. Besser ist in dieser
Beziehung das Rindvieh daran, weil die Benutzungsart des
selben bishin eine andere als die des Pferdes war. —
Es ist oft auffallend, wie die vorgefaßte Meinung mancher
Pferde- und Vieheigenthümer, Knechte und Wärter, die in
Angelegenheiten dieser Thiere, namentlich der Pferde, gerne
das Wort führen, darin häufig Meister über ihre Herren
sind, und mit Beharrlichkeit sowohl ihrem eigenen Interesse,
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