Titel:
Handbuch der praktischen Heilmittellehre ; Erster Band
Personen:
Tennecker, Christian Ehrenfried Seyfert Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN65756351X/205/
kennen' und hiernach seine Maßregeln in der fernern
Behandlung der Krankheit nehmen zu können.
Nach den geschehenen Aderlaß wird daS Pferd,
vorausgesetzt, daß eö seine Krankheit erlaubt, eine
kurze Zeit im Schritt herumgeführt und sodann wie»
der ruhig in seinen Stall gestellt, wobei man darauf
zu sehen hat, daß sich in der Krippe und Raufe kein
Futter befindet, da sonst übrigens noch bei Appetit
feiende Pferde fressen und durch das Kauen die Veran
lassung zu dem Aufspringen der Ader geben.
Die Oeffnung aller andern Adern, um einen all
gemeinen Aderlaß zu bewirken, ist bei allen und jeden
Krankheiten ganz »»nöthig und der Aderlaß an der
großen Halövene bei allen der zweckmäßigste.

Von den örtlichen Aderlässen (Scarificiren).
Da wir in der Pferdearzneikunst uns^zu den örtli,
chen Aderlässen der Blutigel nicht bedienen können, wie
in der menschlichen Chirurgie, La sie an behaarten
Stellen bei den Pferden nicht ziehen, so bleibt unö lei
der zu diesem Zweck nichts anders übrig, als daöSca-
rificiren solcher Entzündungen, wo die örtlichen Ader
lässe angezeigt sind, wiewohl freilich nur sehr we
nig Blut'dadurch entleert wird, auch wohl diese Ope
ration an einigen Theilen z. B. an den Gelenken und
allen mehr sehnigen und bändigen Parthicn nicht,'gut
anzuwenden ist, wenigstens der ganz wenige Blutver
lust dabei ganz ohne allen Erfolg bleibt. Man verfährt
hierbei auf folgende Weise: Nachdem das Pferd gehö
rig gebremst und festgehalten ist, nimmt man die Ader»
laßflitte in die rechte Hand und macht mehrere Ein
schnitte der Länge der Fasern nach, durch die Haut

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