Titel:
Handbuch der praktischen Heilmittellehre ; Erster Band
Personen:
Tennecker, Christian Ehrenfried Seyfert Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN65756351X/206/
— 186

bis auf die darunter liegenden Fleischtheil« und feuchtet
sic mit warmen Wasser an, damit die Blutung noch
etwas unterhalten wird.

Von den örtlichen Aderlässen in den Huf.
Die örtlichen Aderlässe in den Huf sind eines der
größten und unentbehrlichsten Heilmittel bei Entzün
dungen im Hufe und eben so unentbehrlich sind dicsel,
den Oeffnungen, um den ausgetretenen und ergossenen
Saften, so wie dem sich schon erzeugten Eiter in dem
Huf, einen Abfluß zu verschaffen.
Man macht sie auf folgende Weise: Nachdem
man das Hufeisen abgerissen und den Huf, wenn eS
nöthig ist, etwas gleich und ni'edcrgeschni'tten hat,
nimmt man an der Stelle der weißen Linie, wo man
die Oeffnung machen will, bei allgemeinen Entzündun
gen des Hufes, allemal in beiden Winkeln der Eckstre
ben und an der Zehenspitze, noch einige Spane des
HornS mehr hinweg und grabt erstlich mit dem Rine,
mcffer und dann mit dem Hufmesser, oder auch gleich
mit den letztem, eine Oeffnung durch die Hornsohle
bis auf die darunter liegende Fleischsohle, in der Größe
eines Silberkreuzers oder noch etwas größer, sjedoch
immer nur so groß, daß sie das aufgeschlagene Eisen
wieder bedeckt, macht dann selbst noch einige Einschnitte
in die Fleischsohle und laßt die Wunden recht ausblu
ten, was noch dadurch vermehrt wird, wenn man den
Huf in einen Eimer mit warmen Wasser stellt, oder
auch nur befeuchtet, vorzüglich an den gemachten
Wunden.

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66