Titel:
Handbuch der praktischen Heilmittellehre ; Erster Band
Personen:
Tennecker, Christian Ehrenfried Seyfert Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN65756351X/216/
FontanellS bedienen, deren Reih — wenn sic auf die in
dem Vorhergehenden angegebene Weise gemacht werden-
weit heftiger und eingreifender ist, da wiederum die
Haarseilc angezeigt sind, wo es darauf ankommt, den
Reiß lange Zeit auf einer Stelle zu erhalten, z. B.
hei Lähmungen, Augrnentzündungcn, chronischen Dumm
koller, chronischen Leiden der Lunge, ödrmatöscn Schen
keln, veralteter Mauke, Straubfüßcn rc-

Von dem Feuer geben.
In sofern diese Operation zur Heilung der inner«
lichen Krankheiten nöthig wird, besteht sie in Punkten
oder Strichen mit einem rothglühenden birnförmigen
Eisen, mit welchem man zu Zeiten die Haut nur halb
oder ganz, bis auf die darunter liegenden Muökclpar-
ihien durchbrennt und dadurch einen Reiß erregt, wo
durch die kranke Reitzbarkeit und der Zufluß der Safte
von andern Theilen abgeleitet und überhaupt durch das
Gcmeingefühl dieLebcnöthatigkeit im Allgemeinen mehr
aufgeregt wird. Bei feiner Anwendung zu der Heilung
äußerlicher Krankheiten, bösartiger Geschwüre, Kno
chenfraß, deS Brandes rc. wird die leidende Stelle
mehr oder weniger damit gebrannt und dadurch außer
anderm guten Erfolg auch eine bessere Eiterung hervor
gebracht, wie z. B. bei den Wurmbeulcn und derglei
chen *).
') Das Ausführliche über die Anwendung deS Glüheifeus in
innerlichen uud äußerlichen Krankheiten findet man in
meiner Veterinär-Chirurgie, Prag und Altendurg. Mehr-
Praktisches darüber auch in meinem Jahrbuch für die Pfer
de- Arzneikunfi auf 1823- Ilmenau bei Vvigk, so wie itf
WeitenkellerS Schrift über die Anwendung des GlüheisenS,
Nürnberg rc. und DittrichS- Veterinär -Chirurgie, Berlin.

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