Titel:
Wörterbuch der Thierheilkunde ; Zweiter Band von F bis K
Personen:
Hurtrel d'Arboval, Louis Henri Joseph Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN663995523/383/
mm. Das beste Mittel bleibt aber immer, das Männchen zuzulassen.
Könnte man nicht in folgender, von Guil laume in den Memoire» de
Ja socidtd royale et centrale d’agriculure, annee 1825 mitgetheil
ter, Beobachtung einen Fall von Hysterie erkennen? Wir wollen einen
Auszug von diesem Artikel Mittheilen: An einer Eselin lassen sich Zeichen
von Rossigwerden erkennen; sie zeigt Begattungstrieb mit tetanusartigen
Symptomen, deren Entwicklung man in dem Zustande der Geschlechts
theile begründet glaubt, und worunter namentlich das Zusammenpressen
der Kiefer (Maulklemme), Fletschen der Zähne, die Langsamkeit und
Schwierigkeit des Kauens und Schlingens wahrzunehmen sind. Anfangs
läßt man keinen Hengst zu derselben. Aderlässe, ein mit Schwefelsaure
und Salpeter versetztes Decoct von der Wurzel des kleinen Baldrians,
Elystire von asa foetida, in stark verdünnter Schwefelsäure aufgelös't,
Einreibungen von linimentum volatile camphoratum auf Wangen,
Hals und Lenden brachten die nervösen Zufalle zum Verschwinden.
Da die Eselin fortwährend rossig blieb, so ließ man sie von einem Esels
hengst beschälen; sie concipirte, wurde trächtig und blieb fortan gesund
(Bei Stuten kamen ähnliche Zufälle vor, besonders Mutterkrämpfe, welche
gewöhnlich für Coliken gehalten werden, von welchen sie sich aber durch
krampfhafte Zusammenziehungen der Schaamlippe, so wie den bisweilen vor
kommenden Zufall, daß Luft aus der Schaam entleert wird, unterscheiden.
Ist diese Luft krankhafte Absonderung der Schleimhaut der innern Ge
schlechtstheile, oder wird sie durch die krampfhaften Bewegungen derselben
eingezogen und ausgestoßcn?).
Hysteritis, s. Mutterentzündung.
Hysterocele, s. Mutterbruch.
Hysterocystocele; eine durch den Fruchthälter und die Harn
blase gebildete Hernie.
Hysteroptosis. Es würde vielleicht passend seyn, unter dieser
Benennung zwei Krankheiten zu vereinigen, welche zwar nicht ganz Iden
tisch sind, aber doch die größte Aehnlichkeit mit einander haben, nämlich
den Vorfall der Bärmutter, und die Umstülpung dieses Organs. Da
indeß diese Zufälle bei den Thierweibchen nur in Folge der Gebutt ein
treten, so verweisen wir in dieser Beziehung auf den Artikel Gebären.
Hysterotomie, s. Mutterschnitt und Gastrohysterotomie.


Jahreszeitepizootien. Sind, sagt Veith, die epizootischen Einflüs
se, in solchen Verhältnissen der Witterung, Nahrung, Lebensart u- s. f. be
gründet, die von dem Wechsel der Jahreszeiten abhängig, irgend einer be
sondern Jahreszeit eigen zu seyn pflegen; so entstehen daraus die söge

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