Titel:
Wörterbuch der Thierheilkunde ; Zweiter Band von F bis K
Personen:
Hurtrel d'Arboval, Louis Henri Joseph Wikipedia
PURL:
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bewirkten Einschnitt, wodurch man die Uebertragung desselben Leidens beabsich
tigt. S. Impfen der Kuhpocken, Impfen der Schaafpo-
cken, Epizootie und Typhus.
Jnsecten, schädliche. " Dem Viehc werden sowohl im Stalle,
als vorzüglich auf der Waide mannigfaltige Jnsecten nachtheilig, von de»
nen sie nicht allein höchst beunruhigt, durch schmerzhafte Stiche im Fres
sen und Wiederkauen gestört, und auf eine Weise, (z. B. im innern Au
genwinkel) verletzt werden, die langwierige Geschwüre nach sich zieht, son
dern die ihnen auch manchmal schnell verderblich werden. Wir theilen
hier, nach V ei t h, eine Uebersicht der wichtigsten dieser Jnsecten mit, worunter
den meisten eigne Artikel gewidmet sind. Eins der gefährlichsten Jnsecten
ist die spanische Mücke oder Eantharide (Lytta vesicatoria), welche zu
heißen Tageszeiten hausig auf Gesträuchen sitzen, und, wenn sie von Thie
ren, die auf buschigen Platzen, am Rande der Weinberge und dergleichen
Waiden, mit den Blattern verschluckt werden, die heftigsten Anfalle, Eoli-
ken, Blutharnen, blutige Milch u. s. w. veranlassen. Zu den gewöhn
lichsten Jnsecten, welche die Thiere durch Stiche peinigen, oft auch m
wunde Stellen ihrer Haut Eier oder Maden legen und dergleichen, gehö
ren viele aus der Ordnung der Zweiflügler,, wie. die gemeine, die Gewit
ter-, die Aas- und die Schmeißfliege südnsea domestica , ineteorica,
vomitoria, carnaria), die blinde Fliege oder. Ochsenbreme und die Re
genbreme (Tabanus bovinus, pluvialis), die Bremsen (Oestrus), die
gemeine Mücke oder Schnake (Culex pipiens), die Bcißfliege oder Eo-
lumbatzer Mücke (Culex reptans), die Stechfliege (Conops calcitrans),
die fliegende Pferdelaus (blippobosea equlna), ferner aus den Hymc-
nopteren die Hornisse (Vespa Crabre)., die Wespe (Vespa vulgaris),
und viele Raupen. Manche davon, z B. die Rcgenhreme, quälen die
Thiere vorzüglich bei bevorstehendem Regenwetter, andere, wie die Stech
fliege,, setzen sich an die Füße, und zwingen die Thiere zu. beständigem
Stampfen, manche, wie die Hornisse, verletzen nicht allein durch ihren
Stachel, sondern zugleich auch durch einen Saft, der besonders bei heißer
Witterung von giftartiger Scharfe ist. Die berüchtigten Eolumbatzer
Mücken, obschon nur Linie» lang, richten doch oft, wenn sie in gro
ßer Anzahl hervorkommen, die größten Verheerungen an, indem sie von
allen Seiten in das Vieh hineinkriechen, und so in sehr kurzer Zeit selbst
die großen Hausthiere tödten. Diese Mücken sind vorzüglich im Bannate
einheimisch. Vergl, Stichwunden,
Jnsectenstiche, s. Stichwunden.
Intensität. Hierunter versteht man den Grad der Heftigkeit ei
ner Krankheit oder eines. Symptoms.
Intensiv nennt man eine Krankheit oder ein Symptom, welches
einen bedeutenden Grad von Starke erlangt hat.
Intonti» ; Vereinigung per prim am intentionem nennt man das
unmittelbare Zusammenwachsen oder Zusammenheilen blutender Wundran-
der, oder mit andern Worten die Vernarbung einer einfachen Wunde
ohne Eiterung, und dagegen Vereinigung per secundam intentionem die
Vernarbung einer Edntinuitatstrennung nach vorhergegangener Eiterung.

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