Titel:
Entwicklungsgeschichte des Kaninchen-Eies
Personen:
Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN669016810/162/
sieht in die Höhle des Eies hinein und bemerkt, wie dieselbe innerlich mit einer Lage von Zellen beklei
det ist, die gegen die Innenfläche der Zona angedrückt sind und halbkuglig ins Innere des Eies vorsprin
gen. Der Boden ist nur undeutlich zu sehen Den Dotterkugelhausen bemerkt man an derselben Stelle.
Fig. 33. Ein Ei aus dem obern Theile des Uterus, welches ich für abortiv halte. Der Unter
schied zwischen Eiweiss und Zona ist schon verschwunden. In dem Eiweisse zeichnen sich 4 Schichten
stärker aus. Der Dotter hat ein gleichförmiges Ansehn, mit elliptischen hellen Flecken, wahrscheinlich
veränderten Zellenkernen.
Fig. 34. Ein gewiss abortives Ei aus dem obern Stücke des Uterus, das fast nur aus einer Ei
weifskugel bestand.

Tabula VI.
Fig. 35. Ein Ei aus dem Uterus, dessen ganzer Durchmesser zwar allerdings auch noch zuge
nommen; es misst in der Eiweissschichte 0,0150. P. Z., dessen Zona sich aber vorzugsweise ausgedehnt
und verdünnt hat, doch ist sie noch gesondert von der Eiweissschichte zu unterscheiden, welche durch
die Ausdehnung ebenfalls verdünnt zu werden anfängt. Im Innern liegt der Zona eine membranartige
Schichte fünf- und sechseckig gegeneinander abgeplatteter kernhaltiger Zellen an, welche von jetzt an ein
zartes inneres Bläsehen, die Keimblase, bilden. Von den Dotterkugeln, aus denen die Zellen zur
Darstellung dieser Keimblase hervorgehen, ist noch immer ein Haufen zur fernern Verwendung übrig.
Fig. 36. Ein Ei aus dem andern Uterus desselben Kaninchen, 6 Stunden später. Das ganze
Ei ist gewachsen und misst im Durchmesser des Eiweiss es 0,0175. P. Z. Die Zona hat sich mit der Ei
weifsschichte völlig vereinigt, so dass beide nicht mehr von einander zu unterscheiden sind; die ganze
Schichte fährt fort sich bei der grossem Ausdehnung der Keimblase im Innern zu verdünnen. Die
Keimblase selbst ist ebenso gebildet wie in der vorigen Figur. Der Haufen der Dotterkugeln hat sich
noch mehr verringert.

Tabula VII.
Fig. 37. Ein etwas älteres Ei aus dem Uterus. A in natürlicher Grösse —0,0170 P. Z. =1 / 5 ‘".B
unter einer starken Loupe. C unter dem Mikroskope 250mal vergrößert. Zona und Eiweissschichte
sind auch hier verschmolzen und haben sich schon so ausgedehnt, dass sie anfangen mehr eine Haut, die
äussere Eihaut, zu bilden. Um so mehr hat sich die Keimblase vergrößert. Auch hier war aber noch
ein kleiner Haufen von Dotterkugeln übrig.
Fig. 38. Das Ei ist im Uterus bis zu 1 / 2 111 herangewachsen und erscheint bei A als ein kleines
wasserhelles Bläschen in natürlicher Größe. Bei B unter der Loupe scheint es im frischen Zustande auch
noch ein einfaches Bläschen zu sejn, in welchem man eine feingranulirte Beschaffenheit bemerkt. Nach
dem es einige Zeit mit einer Flüssigkeit in Berührung gewesen, hat sich bei C von dem äusseren, was
serhellen, durch die Vereinigung von Eiweiß und Zona entstandenen Bläschen, von der äußern Eihaut,
ein inneres sehr zartes Bläschen, die Keimblase, getrennt, welche wie man jetzt sieht den granulirten Bau
besitzt, und unter dem Mikroskope aus Zellen gebildet erscheint, wie D in einem Abschnitte 250mal
vergrößert zeigt. Die Zellen fangen an miteinander zu verschmelzen.
Fig. 39. Zeigt ein Ei noch etwas weiter entwickelt aus dem Uterus gross, bei A in natür
licher Größe, bei B frisch unter der Loupe und bei C nach Zusatz einer Flüssigkeit, welche eine Tren
nung der Keimblase von der äußern Eihaut bewirkt hat. Die Keimblase zeigt noch immer denselben
Zellenbau; man bemerkt aber in ihr bei a einen etwas dunklem Fleck, den Fruchthof, der bei den
vorigen Eiern nicht erkannt wurde, vielleicht aber doch bereits vorhanden, und nur sehr schwierig zu
beobachten war.

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