Titel:
Entwicklungsgeschichte des Kaninchen-Eies
Personen:
Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN669016810/164/
Zahl bedeutend zugenommen, und bewirken eine sehr innige Verbindung derselben mit dem Uterus. In
der Keimblase sieht man den Fruchthof, welcher bereits ein helles Centrum und eine dunklere Peripherie
mit unbewaffneten Augen erkennen lässt. Das vegetative Blatt ist rund herum gewachsen.
Fig. 44—47. Zeigen die Veränderungen des Fruchthofes, ehe vom eigentlichen Embrjo etwas
erkennbar ist, an Eiern, die wenige Stunden auf einandfer folgen.
Fig. 44. Der Fruchthof ist rund und gleichmässig dunkel.
Fig. 45. Der Fruchthof ist rund, hellt sich aber in der Mitte auf, und scheidet sich dadurch in
einen hellen und dunklen Hof.
Fig. 46. Heller und dunkler Fruchthof sind elliptisch.
Fig. 47. Heller und dunkler Fruchthof sind eiförmig.
Tabula XL
Fig. 48. Heller und dunkler Fruchthof sind noch eiförmig, mehr birnförmig, ln der Längenaxe
des hellen Hofes erscheint die erste schwache Spur des Embrjo, ein heller Streifen, mit einer schwachen
Massenansammlung zu seinen beiden Seiten, die Primitivrinne und die Uranlage des Embrjo -
n alkörpers.
Fig. 49. Der helle Streifen im hellen Fruchthof ist viel stärker und schärfer markirt. Man über
zeugt sich jetzt, dass er eine Rinne ist. Die Massenansammlungen zu beiden Seiten sind stärker.
Fig. 50. Die beiden Blätter der Keimblase sind in dem Fruchthofe von einander getrennt. A
Das animale oder seröse Blatt allein. Vorzüglich in ihm ist der Unterschied des dunklen und hellen
Fruchthofes ausgebildet. Ebenso ist in ihm die Primitivrinne besonders entwickelt. Die beiden Uranla
gen des Embrjo zu ihren beiden Seiten sind nur in diesem Blatte angelegt. — B Das vegetative oder
Schleimblatt, zeigt im Fruchthofe nur eine gleichmässige Massenanhäufung, in welcher die Primitivrinne
nur einen schwachen Abdruck bildet. Das animale Blatt, in welchem man die Bildungen des Fruchthofes
sieht, ist zurückgeschlagen. — C Ein Theil des animalen Blattes unter dem Mikroskop. Man erkennt
noch seine Zusammensetzung aus Zellen; auch die Kerne mitKernkörpercheh. Die Zellen sind aber schon
untereinander und mit Intercellularsubstanz verschmolzen und sind dichter mit Moleculen gefüllt. — ü Ein
Theil des vegetativen Blattes unter dem Mikroskope. Es ist gleichfalls aus ganz ähnlichen Zellen gebildet;
diese sind aber noch deutlicher getrennt, sehr zart und blass mit wenigem Inhalte. — E Das unterste
Stückchen der Primitivrinne mit einer Parthie der sie begrenzenden Masse der beiden Urhälften des Em
brjo. In dieser ist das Zellen- und Zellenkernmaterial dicht gehäuft. In der Primitivrinne zeigt sich
nur eine einfache Zellenlage.

Tabula XII.
Fig. 51. Der dunkle Fruchthof hat sich weiter ausgedehnt, und ist wieder rund geworden. Der
durchsichtige Fruchthof hat sich zusammengezogen und die Bisquitform angenommen. Die Primitivrinne
ist sehr scharf entwickelt, und man unterscheidet schon an ihr das rundlich stumpfe Kopfende und das
lancettförmig zugespitzte Schwanzende Die Uranlage des Embrjonalkörpers um sie herum ist stärker ausgebildet.
Fig. 52. Der dunkle Fruchthof hat sich noch etwas mehr ausgedehnt. Der durchsichtige ist
leierförmig geworden. Der schmale Theil umgiebt das Kopfende der Embrjoanlage, der breite das
Schwanzende. Die Primitivrinne ist noch offen. Die Uranlage des Embrjo ist scharf angedeutet und
Kopf- und Schwanzende leicht zu erkennen.
Fig. 53. Der dunkle Fruchthof ist unverändert, der durchsichtige ist verschwunden bis auf den
das Kopfende des Embrjo umgebenden Theil, der einen runden Hof um denselben bildet. Die Primitiv
rinne hat sich fast ganz geschlossen und steht nur unten und oben noch etwas offen, die Nath ist noch

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