Titel:
Entwicklungsgeschichte des Kaninchen-Eies
Personen:
Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN669016810/165/
durchsichtig. Zu ihren beiden Seiten zeigen sich in dem Embryonalkörper ein paar stärkere Ansamm
lungen, in welchen die Anlage von 4 Wirbelbogenstücken erkennbar ist.
Fig. 54. Dunkler und durchsichtiger Hof wie vorher. Der Embryonalkörper ist entschiedener
gebildet, das Kopfende, Mittel- und Endstück durch Ein- und Ausbiegungen deutlich zu unterscheiden.
Die Primitivrinne hat sich in einen Kanal verwandelt, in welchem die Ablagerung der Nervensubstanz
zur Darstellung der Medullarröhre beginnt, welche in der Form zweier heller durchsichtiger Streifen
auftritt. Der Kanal ist nach oben am Kopfende erweitert, und die Nervenmasse weicht hier ebenfalls zur
Bildung der ersten oder Vorderhirnzelle a aus einander. Etwas dahinter ist auch schon die zweite Er
weiterung für die Mittelhirnzelle h angedeutet. Zu beiden Seiten der Medullarröhre hat sich dieZ ahl
der Wirbelstücke vermehrt. Der Embryo liegt noch überall, auch am Kopfende, ganz platt in der Ebene
der Keimblase, und ist nur eine Verdickung der Masse des animalen Blattes.
Tabula XIII.
Fig. 55. Ein Embryo, einige Stunden später, vom Rücken. Die beiden Höfe wie vorher Allein
das Kopfende des Embryo hat sich bereits über die Ebene der Keimblase erhoben und von derselben
abgeschnürt. An den Seiten und unten geht er noch gerade in die Keimblase über. Das animale Blatt
hat sich von der Abschnürungsstelle des Kopfendes an von ihm, in einer dieses Kopfende dicht bedeckenden
Falte, der Ammiosfalte, a über dasselbe herübergezogen, und geht dann von dem freien Rande derselben
wieder in die übrige Ausdehnung des animalen Blattes über, welches sich als seröse Hülle an die äussere
Eihaut anlegt. Innerhalb des hellen Hofes ist das animale Blatt ganz von dem vegetativen gelöset, und
zwischen beiden liegt das Kopfende des Embryo. Im Embryo hat sich der Kanal für das (Zentralnerven
system und die in ihm sich bildende Medullarröhre nach oben in drei Ausbuchtungen erweitert. Die
vorderste stärkste Erweiterung ist die Vorderhirnzelle b. Man bemerkt an ihr schon eine stärkere Ent
wicklung ihrer vorderen Seitentheile, welche die Augenbuchten c zu bilden beginnen. Die zweite Er
weiterung ist die Mittelhirnzelle d. Die dritte die Hinterhirnzelle e. Die Zahl der Wirbelstücke zu
beiden Seiten der Medullarröhre hat sich vermehrt
Fig. 56. Derselbe Embryo von der Bauchseite. Auch hier liegt er mit seinen Seitentheilen
noch ganz flach in der Ebene der Keimblase und das vegetative Blatt zieht sich ganz flach über die et
was concav gebildete Bauchfläche herüber. Von der Abschnürungsstelle des Kopfendes des Embryo an,
geht das vegetative Blatt sowohl in die sich in dem Kopfende entwicklende Höhle , am obern Theile der
Visceralhöhle, durch die sogenannte Fovea cardiaca a mit hinein, als es sich auch über das Kopfende,
dieses als Kopfkappe b bedeckend, herüberzieht. Am Schwanzende bemerkt man gleichfalls die anfan
gende Ablösung desselben von der Keimblase, wodurch die Foveola inferior c C. F. Wolfss entsteht.
Fig. 57. Ein einige Stunden älterer Embryo vom Rücken aus. In dem dunklen Fruchthof fängt
in der Peripherie an sich ein Gefäfskreis, die Vena terminalis a, zu bilden und in seiner ganzen Ausdeh
nung zeigen sich schwache Spuren von Entwicklung von Gelassen, in einer eigenen Lage zwischen ani
malem und vegetativem Blatte, in dem Gefäfsblatte. Das Kopfende des Embryo hat sich noch stärker
über die Keimblase erhoben und von derselben abgelöset. Ebenso ist die Ammiosfalte b des animalen
Blattes weiter über dasselbe herüber gerückt. An dem Schwanzende findet dasselbe Statt. Auch dieses
löset sich von der Keimblase und wird von einer ähnlichen Falte des animalen Blattes b dabei überzo
gen. Das Kopfende des Embryo hat ferner in seinem vordersten Theile eine Umbeugung nach vorne
begonnen, so dass man das vordere oder Stirnende des Embryo mit dem vordem Theile der vordem
Hirnzelle und den Augenbuchten nicht sieht. Mittel- und Hinterhirnzelle sind deutlich. Die Zahl der
Wirbelstücke vermehrt sich fortwährend.
Fig. 58. Derselbe Embryo von der Bauchseite. Auch hier sieht man in der Peripherie des
dunklen Hofes den Gefäfskreis, und bemerkt zugleich, dass die sich im dunklen Hofe bildenden Gefäfse

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