Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Fünfter Band (Hugue - Langlois)
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Ausl u h r. Dollars
Rohseide 10,060.000
Seidenwurmeier 347.000
Thee 4,409.000
Kupier 829.000
Tabak 230.000
Wachs 163.000
Kampher 240.000
Steinkohlen 718.000
Trockene Fische 833.000
Reis 2,261.000
Verschiedenes 2,773.000
Edelmetalle 10,079.000

Summa . . . 32,946.000

Die Geflügelzucht ist ebenfalls nicht zu
unterschätzen. Hühner, Enten und Tauben
kommen an allen Orten vor, und es ist nicht
zu bezweifeln, dass bei dem wachsenden
Fleisehconsum auch die Geflügelzucht noch
grössere Dimensionen annehmen wird. Die
Hühner wurden bisher auf dem Lande haupt
sächlich nur der Eier wegen gehalten und
die Tauben grösstentheils zum Zwecke der
Düngerbereitung. Die Enten wurden bisher am
geringsten geschätzt. Die Bienenzucht hat dort
keine grosse Bedeutung und wird nur in be
schränktem Masse hauptsächlich in den Ge
birgslandschaften betrieben. Honig und Wachs
dienen häufig als Arzneimittel; als gewöhnliches
Nahrungsmittel des Menschen kann der Honig
nicht bezeichnet werden. Das Wachs wird zur
Herstellung von Kerzen benützt und ein nicht
geringes Quantum alljährlich auch exportirt. Fg.
japanisches Pferd. Nach den Berichten
verschiedener Reisender ähneln die auf Japan
vorkommenden Pferde so sehr den kleinen
chinesischen Ponies, dass man annehmen darf,
sie gehören beide zu einer und derselben
Rasse. Die japanischen Pferde sollen in der
Regel noch unansehnlicher sein als die Chi
nesen. Es gibt auf Japan überall nicht viele
Pferde, nur die Fürsten und reichsten Leute
der Insel benützen dieselben als Reit- oder
Zugthiere; hauptsächlich werden sie aber zum
Tragen des Gepäcks auf Reisen verwendet.
Erst in der allerneuesten Zeit soll die japa
nische Regierung den Beschluss gefasst haben,
für die Hebung der Pferdezucht im Lande
etwas zu thun; ein kaiserlicher Stallmeister
wurde zu diesem Zwecke nach Europa geschickt,
um hier in den ersten Gestüten und auf be
rühmten Zuchtplätzen Studien zu machen,
sich Kenntnisse zu erwerben, die später auf
Japan verwerthet werden sollen. Freytag.
Japanisches Schwein, vgl. Masken-
s c hwe i n.
Japsen, ein eigenartiger Athmungsact,
welcher in der Ausführung kurzer, krampf
hafter, oft von Geräusch begleiteter Inspira
tionen, gefolgt je von langgedehnter Exspira
tion besteht und gewöhnlich bei hoher Athem
noth als suffocatorische Erscheinung beob
achtet wird. Sussdorf.
Jaroslawer Rind. Das Vieh im gross
russischen Gouvernement Jaroslaw hat nach
Freytag eine hübsche Figur, mittlere Grösse
und kurze, äusserst kräftige Beine; die Haar

farbe ist dunkelbraun oder schwarz. Man rühmt
ihre Milchergiebigkeit.
Literatur: W i 1 c k e n s, Gnmdzftge der Naturge
schichte der Hausthiere. Baranski,
Jasselnitschy war in Russland die Be
zeichnung eines sowohl für den kaiserlichen
Marstall als auch für die Gestütsverwaltung
hochwichtigen Beamten. Das Amt des Jassel
nitschy wurde im Jahre 1497 von Johann III.
geschaffen und sein Inhaber dem Koniuchy
(Grossstallmeister) zur Hilfe beigegeben.
Später, bei Aushebung der Koniuchy-Charge,
trat die des Jasselnitschy an deren Stelle und
bestand bis in das XVIII. Jahrhundert. Der
Jasselnitschy führte die gesummten Geschäfte
des Koniuchenny Prikas (s. d.), das etwa Hof-
marstallamt bedeutet. Grassmann.
Jasser’sche Krätzsalbe. Sie besteht aus
Schwefelblumen, Zinksulfat, Lorbeerpulver je
1 Theil und 4 Fett oder Oel und ist durch
die zweckmässigere Helmerich’sche Salbe (s. d.)
jetzt ausser Gebrauch gekommen. Vogel.
Jaswa, eigentlich sybirskaja jaswa.
Das russische Hauptwort Jaswa bedeutet Ge
schwür oder Wunde; es wird jedoch nicht
selten in einer viel ausgedehnteren Bedeutung
in der russischen Sprache gebraucht, z. B. in
der Bedeutung Seuche oder im Allgemeinen
zur Bezeichnung eines Uebels, so dass man
die wahre Bedeutung dieses Wortes oft erst
durch das zugehörende Prädicat oder nur aus
dem Sinne des Satzes bestimmen kann.
Jaswa mit dem Adjectivum sybirskaja,
russisch sybirskaja jaswa, bildet das Syno
nym von Milzbrand, Anthrax (s, d.). Es ist
auch unrichtig, diese Benennung, wie es oft
geschieht, mit dem Namen sibirische Beu
lenseuche zu belegen. Denn von Russen,
auch von russischen Thierärzten, wird die
Benennung sybirskaja jaswa nicht blos
denjenigen Formen des Anthrax gegeben, bei
welchen Beulen oder sonst Anschwellungen
an der Oberfläche des Körpers zu beobachten
sind, sondern im Allgemeinen den Anthrax,
krankheiten, also auch denjenigen Formen
bei denen gar keine oberflächlichen Anschwel
lungen zur Beobachtung kommen. Seifmann.
Jateorrhiza Colombo. Der südostafrika
nische Schlingstrauch Colombo aus der Familie
der Menispermaceen liefert eine dicke, harte,
bräunliche Wurzel ohne Geruch, welche 33%
Stärkemehl, zwei Bitterstoffe und das Alkaloid
Berberin (das Colombin ist indifferent) enthält
und unter dem Namen
Radix Colombo Ph. G. oder Radix
Calumbo Ph. A. officinell ist. Das exotische
Mittel wirkt nur als schleimiges Amarum und
ist ziemlich theuer, wird daher nur in der
Hundepraxis angewendet, wo es übrigens ins
besondere bei chronischen Durchfällen zu
1—3 g pro dosi häufig mit gutem Erfolg sich
gebrauchen lässt, da es vermöge des grossen
Gehaltes an Amylum zugleich milde stopfend
vorgeht. Man gibt Colombo am besten im In-
fusum mit aromatischer Beigabe, z. B. Infus.
Rad. Colomb. (18 0) 130 0: Elixir. Aurant. 5'0;
Syrup. alb. 23 0. M. D. 8. Zweistündlich ein
Esslöffel voll. Das Extract ist entbehrlich. VI.

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