Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Neunter Band (S - Stallspringer)
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SCHMIEDE.

L eiiie Schmiedewerkstätte mit einem
Raum für die Kohlen und den Eisenvorrath,

II. eine Beschlagbrücke,

IlL ein freier Platz vor der Beschlag-
Krücke erforderlich.

>■ Ad I. Äur inneren Einrichtung der
Schmiedewerkstätte gehören:

1. Der Herd mit der Esse und dem Ge-
bläse,

2. der Löschtrog,

3. der Ambosklotz, in neuerer Zeit aus
Gusseisen,

.4. die Feilbank,

5. die Hammerbank (zum Aufbewahren
der Hämmer),

durch das Vorstehen dieser Ringe nicht ver-
letzen können.

Ad 2. Der Füssboden muss eben
sein, um den von dem Eisen entblössten
Huf vor Verletzungen zu schützen Am
zweckmässigsten sind die Beschlagbrücken
mit Holzwürfeln oder starken Diehlen zu
belegen.

Steinpflaster, hervorstehende Nägel oder
Aeste, sowie Löcher im Fussboden geben zu
den verschiedensten Verletzungen des Pfer-
des Veranlassung.

Ad. 3. Das Dach soll sich in einer Höhe
von 3%—4m befinden und (m über den
Fussboden vorstehen. Zweckmässig ist es,

Fig. 1771. Die königliche Militär-Lehrschmiede zu Berlin.

6. die Riechei (zum Aufstecken der
Zangen).

Ad II. Die Hauptbestandtheile einer Be-
schlag brücke sind:

1. Eine feste Wand, an welcher die
Pferde zum Beschläge angebunden werden,

2. ein ebener, nicht zu harter Fussboden,

3. ein Dach zum Schutze gegen un-
günstige Witterung.

Ad 1. Die Wand soll bis zu einer Höhe
von 2 3 m mit glattgehobelten Brettern, besser
Diehlen, bekleidet und mit Ringen zum An-
binden der Pferde versehen sein. Die Ringe
müssen 1'30 m vom Boden und 1'30 m von
«inander entfernt stehen und so in der Wand
eingelassen sein, dass sich unruhige Pferde

wenn das Dach im vorderen (an die Be-
schlagwand angrenzenden) Theile mit Ober-
licht versehen ist.

Ad III. Der freie Raum (Muster-
platz) soll mit Steinpflaster versehen sein
und eine solche Grösse besitzen, dass die
Pferde im Trabe vorgeführt werden können.

Zur inneren Einrichtung einer
Beschlagbrücke gehören:

1. Einige starke Halfter oder Halsriemen
mit Stricken zum Anhängen der Pferde;

2. ein Sperrhorn zum Richten der Eisen;

3. einige Beschlagstühle zur Aufnahme
des Beschlagwerkzeuges und der Nägel;

4. einige Beschlagböcke.

Die königl. Militär-Lehrschftiede
in Berlin (Fig. 1771), 1867 erbaut, 1868

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