Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Neunter Band (S - Stallspringer)
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unverändert bleibt, bis nach einiger Zeit unter
günstigen Keimungsbedingungen aus ihm die
Fruchtträger des Pilzes getrieben werden. VI.
Sclerymen (von oxX-qpo's, hart;
Haut), die harte Hornhaut des Auges. Anr.
Scoleciasis (von oxu>Xr)£, Wurm, Band
wurmamme), die Finnenkrankheit. Anacker.
Scolex (von oxoXco's, krumm), der Wurm,
die Bandwurmamme. Anacker.
Scolioma (von oxoXtoöv, krümmen), die
Verkrümmung des Rückgrats nach der
Seite. Anacker.
Scoliosis (von oxoXmöv, verkrümmen),
die Bildung des Scolioms. Anacker.
Scolopendra s. scolopendrium (von
oxoloiji, Spitze; !2pa, Sitz), die Assel, der
Zungenfarn. Anacker.
Scolopendrium officinarum, Hirsch
zunge, zu den Farnen (Filices, L. XXIV. 1)
zählend und bei uns in Gebirgswäldern vor
kommend. Die zungenförmigen, ganzrandigen,
dicklichen Wedel werden in den Apotheken als
Herba Scolopendrii gehalten und
sind als mildes Adstringens zum Thee Volks
mittel, besonders gegen Lungencatarrhe beliebt.
Der Geschmack ist süsslich zusammenziehend.
Der Natternknöterich, Polygonum bistorta,
heisst populär ebenfalls Hirschzunge. Vogel.
Scoparin, C ai H aa O, 0 , ein im Spartium
Scoparinum L. neben dem Spartein vorkom
mender indifferenter Stoff. Aus den einge
dampften Abkochungen der Pflanzen scheidet
sich beim Erkalten das Scoparin als eine mit
wenig Spartein und Chlorophyll verunreinigte
Gallerte ab. Diese wird in heissem Wasser-
unter Zusatz von etwas Salzsäure gelöst, beim
Erkalten scheidet sie sich wieder ab und wird
nunmehr im Wasserbad getrocknet. Durch
Lösen der getrockneten Gallerte in Alkohol
und Verdunsten der Lösung wird das Scoparin
in kleinen hellgelben Krystallen erhalten. Es
löst sich sehr wenig im kalten Wasser, mehr
im kalten Alkohol, leicht im kochenden
Wasser und Weingeist, sehr leicht und mit
gellgrauer Farbe in NH, und in fixen Alkalien
sowie in Glycerin. Beim Schmelzen mit Kali
erhält man Phloroglucin und Protocatechu-
säure. Loebisch.
Das Scoparin, gelbes in Nadeln krystalli-
sirendes Alkaloid, neben Spartein im Besen
ginster (Spartium oder Sarothamnus scoparii,
s. d.) vorkommend, wirkt stark diuretisch und
kommt als
Herba Scoparii besonders in England
viel zur Anwendung beim Menschen (1 : 20
Wasser im Decoct). Das Alkaloid wird auch
subcutan angewendet zu 0 03—0 06 in Wasser
gelöst (s. auch Pfriemenkraut und Sparteinum
sulfuricum). Vogel.
Scope s. scopia (von cxoimv, spähen,
schauen), die Schau, die Beschau. Anacker.
Scopolia Japonica. Japanesische Bella
donna oder Roto, deren Wurzel jener der
Tollkirsche sehr ähnlich ist, einen phenol
artigen Körper,
Scopoletin, enthält, der sich leicht in
Alkohol löst und auch ein Derivat des Oxy-

hydrochinons ist. Ausserdem ist in der
Wurzel genannter Solanacee das Glycosid
Scopolin enthalten, welches ein weit
energischeres Mydriaticum als das Atropin
sein soll und namentlich auch der myotischen
Wirkung des Physostigmins kräftig entgegen
arbeitet. Das im Handel vorkommende angeb
liche Alkaloid Scopolein ist nur ein wech
selndes Gemisch von Atropin, Hyoscin und
Hyoscyamin, das gleichfalls aus der Scopolia-
wurzel dargestellte Röteln bloss ein Ver-
seifungsproduct. Vogel.
Scorbutkraut oder Löffelkraut. Die
langgestielten eiförmigen, stumpfen Wurzel
blätter der einheimischen, besonders an See
küsten wachsenden Crucifere Cochlearia
officinalis (L. XV. d) enthalten ein scharfes,
schwefelhaltiges, ätherisches Oel, das Sulfo-
cyanbutyl, dem Senföl und aromatischem
Princip des Meerrettigs ähnlich und unter
Einwirkung eines myrosinartigen Fermentes
aus einem Glycosid Senföl bildend. Die Blätter
wurden früher als
Herba Cochleariae innerlich zu diure-
tischen Zwecken gegen Wassersucht, sowie
als Stomachicum, wie Senf oder Radix Armo-
raciae und gegen Scorbut verwendet, jetzt
gebraucht man nur mehr den Spiritus
Cochleariae zum Bepinseln von Geschwüren
in der Maulhöhle beim Menschen, bezw. zu
gährungswidrigen, antiseptischen Collutorien
und Gurgelwässern (ein Esslöffel voll auf ein
Glas Wasser). Vogel.
Scorbutus s. schorbutus, der Scharbock,
die Mundfäule (s. Maulfäule und Scharbock).
Anacker.

4% Jahren verpflegt und darauf an die ver
schiedenen Regimenter abgegeben. Die erste
Abgabe geschah im Jahre 1885 in der Zahl
von 71 Köpfen, davon 69 an die Cavallerie,
2 an die Artillerie. Das ist bisher auch das
einzige Mal gewesen, dass Scordia je geeig
nete Pferde für den Artilleriedienst besass.
Im Weiteren wurden von hier abgegeben:
Im Jahre 1886 362 Pferde
„ „ 1887 307 „
„ „ 1888 178 „
„ „ 1889 184
Das Ddpöt zählt also einen Bestand von
etwa 650 jungen Thieren.
Der Ankauf der Fohlen geschieht durch

eine Commission. Derselben wurden im Jahre
1889 im Ganzen 1820 Fohlen vorgeführt,
von diesen aber nur 198 Stück angekauft.

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