Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Neunter Band (S - Stallspringer)
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Spiritus nitri duicis, Salpeterätherwein-
gcist, s. Spiritus Aetheris nitrosi.
Spiritus nitri fumans, rauchende Sal
petersäure, s. Acidum nitricum.
Spiritus Rabelli, das Haller’sche Sauer.
Elixir acidum Halleri, s. Mixtura acida.
Spiritus Sacchari. Der aus der Melasse
des Rohrzuckers bereitete Rum kann in der
selben Weise Anwendung finden wie Cognac
oder Spiritus (s. d.). Vogel.
Spiritus salis ammoniaci, Salmiakgeist,
s. Liquor Ammonii caustici.
Spiritus salis duicis, versüsster Salz
geist. Spiritus Aetheris chlorati, s. d.
Spiritus saponatus, Seifengeist, Seifen
spiritus, s. Sapo.
Spiritus Saponis kalini, Kaliseifen
geist. Grüne Seife zwei Theile, Spiritus ein
Theil, s. Sapo viridis.
Spiritus Sinapis, Senfgeist, s. Sinapis.
Spiritus sulfurico-aethereus, Schwefel
ätherweingeist, s. Spiritus aethereus.
Spiritus sulfurico-aethereus constringens,
Klebäther, s. Collodium.
Spiritus Terebinthinae. Unrichtige Be
zeichnung für Oleum Terebinthinae.
Spiritus urinae. Veraltete Bezeichnung
für Salmiakgeist.
Spiritus Vini, Weingeist. Der officinelle
Name heisst Spiritus.
Spiritus Vini galiici, Franzbranntwein,
Weinbranntwein. Spiritus e vino, s. Spiritus.
Spiritus Vini rectificatus oder recti-
ficatissimus, s. oben Spiritus.
Spiritus Vitrioli. Obsolete Bezeichnung
für die verdünnte Schwefelsäure, Acidum sul-
furicum dilutum.
Spiritus Vitrioli duicis. Frühere Bezeich
nung tür den Schweteläthei.
Spirobacterien = Schraubenbacterien,
sind stabförmige, mehr oder weniger lineale,
schrauben- oder korkzieherartig gewundene
Spaltpilzformen; so Spirillum, Ophidomonas,
Spirochaete (s. Spaltpilze im Reg. d. Bd.). Hz.
Spirolsäure, Spiroylsäu re. Soviel als
Salicylsäure. Spiroylwasserstoff ist die
salicylige Säure.
Spirometrie (spiro, ich blase; metrum,
Mass). Eine physikalische Untersuchungs
methode zur Bestimmung derjenigen Luft
menge, welche in ein Gefäss ausgeathraet
und in diesem gemessen wird. Dieses Gefäss,
der sog.
Spirometer (Luftmesser, Pneumometer),
besteht aus zwei Cylindern, von denen der
äussere bis zu einer bestimmten Höhe mit
Wasser gefüllt ist, während der nach Kubik-
centimeter graduirte innere Cylinder oben
verschlossen und vermittelst eines äquilibrirten
und über eine Rolle gleitenden Gewichtes
in dem äusseren leicht auf und ab verschoben
werden kann. Mit dem Luftraum im inneren
Cylinder communicirt eine durch den Boden
des äusseren Cylinders führende Röhre, welche
ausserhalb mit einem Gummischlauch in Ver
bindung steht, an dem ein Mundstück be
festigt ist. Lässt man nun durch letzteres
eine Versuchsperson in den Luftraum des

inneren Cylinders kräftig ausathmen, nachdem
vorher möglichst tief eingeathmet wurde, so
kann die eindringende Exspirationsluft mit
Hilfe der Gradeintheilung gemessen werden,
man erhält daher durch den(vonHutchinson)
construirten Apparat genau Auskunft über
das Fassungsvermögen der beiden Lungen für
Luft. Diese vitale Lungencapacität stellt
sonach dasjenige Luftquantum dar, welches
beim Einathmen in die Lungen streicht,
ausserdem noch die Luftmenge, welche bei
angestrengter Exspiration aus den Lungen
ausgestossen wird. Die Grösse der Vital-
capacität ist in erster Linie abhängig vom
Brustumfang, dann von der Körperlänge, dem
Alter und Geschlecht, ebenso von der Be
schäftigungsart. Norm ist, dass die Lunge
eines erwachsenen Mannes von Mittelgrösse
3500 cm 3 Luft zu fassen, bezw. auszuathmen
vermag. Die Normalwerthe schwanken zwischen
3000—4200 cm 8 , für Frauen von 2000 bis
2800 cm 3 , man kann also mit Hilfe der Spiro
metrie aus den gewonnenen Zahlen sich ein
Urtheil über die Leistungsfähigkeit der
Lungen bilden. Wichtig ist diese Erkennt
niss besonders insoferne, als dadurch sichere
Anhaltspunkte gegeben sind, um bei Krank
heiten der Respirationsorgane im weiteren
Verlaufe aus der Ab- oder Zunahme der
Vitalcapacität wichtige prognostische Schlüsse
ziehen zu können und liegt auch hierin der
Hauptwerth der Untersuchungsmethode, die
ebenso bei Lungenleiden aller Art, als auch
bei Veränderungen im Pleuraraum, die mit
Compression der Lungen einhergehen, zur
praktischen Anwendung kommt. Das Gleiche
gilt auch bei den verschiedenen Erkrankungen
im Bereiche der Brust- und Bauchorgane,
wenn sie mit verminderter Beweglichkeit der
Lungen verbunden sind. Bei den Thieren
lassen sich leider spirometrisclie Untersuchungen
kaum oder nur unvollständig anstellen, da
sie nicht zu Inspirationen ad maximum ver
anlasst werden können, ausserdem muss mög
lichst stark ausgeathmet und dabei die Nasen
höhle gut verschlossen werden, um nicht bloss
die Respirationsluft selbst, sondern auch die
residuäre Alveolenluft messen zu können. VI.
Spiroptera megastoma (von onslpoc,
Windung; jcvepov, Flügel; gross;
OTdpa, Mund), der grossmäulige Rollschwanz.
Spiroptera sanguinolenta (sanguis,
das Blut), der blutige Rollschwanz.
Spiroptera strongylina (von otpoy-
YoXo?, rundlich), der strongylusartige Roll
schwänz. Anacker.
Spirre, Anthela. Unter der Endblüthe
stehende Blüthenstiele von ungleicher Länge,
von denen die längsten die Endblüthen über
ragen und sich oft in derselben Weise wieder
holt verzweigen. Besonders sichtbar sind die
Spirren bei der Simse und der Meerbinse. VI.
Spirsäure. Salicylsäure, s. Acidum salicy-
licum.
Spirstaude. Zu den rosenartigen Pflanzen
gehören dieSpirengewächse von sechs deutschen
Arten, dieselben sind theils kraut- und theils
strauchartig, XII, L. 2—5 O. Blüthenboden

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