Titel:
Encyklopädie der gesammten Thierheilkunde und Thierzucht ; Neunter Band (S - Stallspringer)
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der Rinde harter Käse, wie des Groyerkäses.
und in altem Mehle vorfindet, wo er leicht
y.u sammeln und zu studiren ist. Er wurde

in früheren Zeiten für den Sarcoptes
Menschenkrätze gehalten.

der

Fig. 1624. Tiroglyphus eiro, Weibchen, a Kiefer.
Vergr. 80 Diam.

Fig. 1624 a. Tiroglyphus giro, hypopiale Larve. Vergr 100 Diam.

Die Glyciphagen (Fig. 1625) leben
hauptsächlich auf vertrockneten thierischen
Materien. Hering in Stuttgart fand einen
solchen Glyciphagus an der Fesselgeschwulst
eines todten Pferdes und hielt denselben
irrigerweise für die Ursache dieser Krankheit.
Die Glyciphagen unterscheiden sich von den
Tyroglyphen durch ihre mit Häkchen ver
sehenen Haare.
Die Carpoglyphen leben auf Früchten
und die Caepohagen (Fig. 1626) auf in der
Entartung begriffenen Knollen; die Serrator
(Fig. 1627) endlich finden sich auf vegetabili
schen Materien vor, welche in der feuchten
Zersetzung begriffen sind, wie Champignons,
Sauerkraut etc.
Die Sarcoptes detriticoles besitzen die
Eigenthümlichkeit, sobald ihnen die Nahrung
mangelt, adventive oder Reisenymphen zu
produciren, welche die Bestimmung haben,
die Colonie anderswo herzustellen. Dieselben
haben eine panzerartige Bedeckung, subabdo

Fig. 1625. Glyciphagus Cursor (Gervais).
minale Haftorgane und
können lange ohne Nah
rung fortkommen. Diese
Nymphen, welche man
für specielle Acarier un
ter den Namen Hypo-
pus, Homopus und Tri-
chodactylus hielt, setzen
sich auf Säugethieren,
Reptilien, Insecten fest,
um sich von diesen an
Oertlichkeiten bringen
zu lassen, wo sich bes
sere Ernährungsverhält
nisse vorfinden; auch
in diesem Falle wurden
sie irrthümlicherweise
für echte Parasiten ge
halten. So hat Gerlach
eine hypopiale Nymphe
des Tyroglypbus siro. welche er in grossen
Mengen auf einem Elephanten antraf, für

1626. Caepophaguö eehinopus, Männchen. Vergr.
60 Diam.

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