rung und bei mangelnden Kräften mehr als in jeder andern Lebensperiode
gefährlich, und bedürfen daher der genauesten Berücksichtigung in der
Behandlung. Gewöhnlich richtet man mit Arzneimittel nicht viel aus,
wenn nicht das allgemeine Verhalten in Betracht gezo
gen und namentlich schon in der Fütterung und Ver
pflegung der Mutterthiere auf die Erzeugung einer
gesund beschaffenen -Muttermilch hingearbeitet
wird.
Alle Krankheiten, welche das junge Thier während der Saugzeit
befallen, haben auf die fortschreitende Körperentwicklung und Ausbildung
einen nachtheiligen, hemmenden Einfluss.
Die jungen Thiere bedürfen auch in dieser Richtung, selbst nach
gehobener Krankheit einer sorgfältigen Beachtung um die durch Unter
brechung der Entwicklung des Körpers entstandene Versäumniss wieder
nachzuholen, weil Rückgänge in der Körperentwicklung während der
Saugezeit später nur sehr unvollständig wieder gehoben werden können.
Werden die Zuchttbiere überhaupt nach vernünftigen, die Ge
sundheit in jeder Beziehung erhaltenden, stärkenden und beför
dernden Prinzipien behandelt, — als gesunde Stallluft, viel mässige Be
wegung in freier Luft, reine, gesunde Nahrung, Vermeiden jeder Art von
Misshandlung der trächtigen oder säugenden Stute — so wird mit immer
mehr Sicherheit eine gute, brauchbare Nachzucht zu hoffen sein; Fälle
von sehr schweren oder gänzlichen Missgeburten, sowie die mancherlei
in thierärztlichen Werken ausführlich behandelten Krankheiten der Müt
ter und Säuglinge immer seltener werden.

Fernere Belehrungen über die Behandlung der
Mutterstuten und die Aufzucht der Füllen.
Nach der Geburt ist die Mutter die beste Wärterin und Pflegerin
für das Junge, d. h. ist die Mutter überhaupt gesund, bat sie gesunde
und hinlängliche Milch, wird sie so ernährt und gehalten, dass sich
die zur Milchbereitung dienenden Säfte immer in gesunder und reich
licher Menge ersetzen, wird der Stall reinlich und gesund erhalten, so
wird auch wohl das Füllen gut gedeihn und kräftig heranwachsen.
Wie lange das Füllen saugen soll, lässt sich nicht genau bestimmen,
es hängt dieses von mancherlei Umständen und Gewohnheiten, der
Gegend, dem schwächlichen oder kräftigen Zustande der Füllen u. s. w.

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