Titel:
Hausvieh-Arzeneybuch für Viehärzte ; Erster Theil - Von dem Hornvieh und den Pferden
Personen:
Giesecken, J. C. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN685787974/220/
»04 Innerliche Krankheiten
und die Thiere mit Decken behängen werden. Ader«
lassen darf man nur bey zu großer Vollblütigkeit
des Viehes, welche ein gespannter Puls zuerken
nen giebt; aber auch daun muß es am ersten Tage
geschehen, den 2ten, z teil Tag würde der Nach-
tbcil größer als der Vortheil seyn, weil die innere
Entzündung sich schneller dadurch ausbreiten würde.
Während der Krankheit bedarf das Vieh kein Fut
ter, nur Arzeneyen und mehreres Getränk. Beym
Anfange der Krankheit, wie beider Wiedergcne-
sung, muß es aber nur wenig lauwarmes, kurzes,
kräftiges Getränk bekommen, zu dem ein Theil
von Salz, Eßig und Salpeter, gesäuerten Mehl»
- tränke gethan wird. Unvorsichtiges Uebcrsültcrn
würde tödtlich werden. Getränk kann das Vieh
ausser dem angezeigten Falle soviel als es Durft hat,
bekommen, nur nicht zuviel auf einmahl und zu
kalt, vorzüglich etwas säuerlich; und saure Krau
ter und Früchte. So bereite man im Sommer
das Wasser mit Sauerklee, Sauerampfer, Aepfel
und dergleichen zu, im Winter mische man Eßig,
Honig oder Salpeter unter das Getränk. Rein
lich, besonders bey Banchflüssen, müssen die Ställe
gehalten werden, und das Vieh muß zwar warm,
aber nicht in zu übertriebener Hitze stehen und da
durch eingedämpft werden; so wie Durchzug der
Lust nothwendig wird, und das Räuchern mit
Wachholderbeeren, und Eßig aufglühendes Eisen
oder Ziegelsteine geschüttet, nicht verabsäumt wer
den darf. Solchen Krankheiten vorzubauen, nehme
man

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