Titel:
Lehrbegriff der Pferdarzney ; Vierter Band
Personen:
La Fosse, Philippe Etienne Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN729852474/130/
Man bringt das Pferd in den Noihstall, und
nachdem man es gehörig befestigt har, legt man ihm
eine Halfter mit drey Stricken an: der eine wird
oben am Querbalken befestigt, um den Kopf aufrecht
zuhalten, die beyden andern werden an die Seiten«
pfosten gebunden. Nach dieser Vorbereitung steigt
der Operateur auf einen Schemel, hebt die Haut
unter dem Lnftröhrenkopf, zwischen dem Zten und
4ten, oder sten und 6ten Ringe der Luftröhre, mit
Hülfe eines Handlangers in die Höhe, und macht
dem bestimten Ringe gegen über, einen Querschnitt von
der Länge eines Zolls. Nun nimmt er ein Messer,
oder eine Lanzette, wie man sie zum AbSzeßöfnen
braucht, spaltet die bandichte Haut, welche die beyden
Ringe verbindet, und bringt da« Röhrchen in die Oef-
„ung. Dieses Röhrchen muß etwa« gekrümmt »nd
stach, und an dem Ende, welche« man hineinstecket,
fast eben so weit seyn, alS an dem andern: denn wenn
«6 trichterförmig zulauft, dringt die Luft zu ungestüm
hinein, reizt die Seitenwände der Luftröhre, und
kann eine Entzündung verursachen. Oft entsteht auch
unmittelbar durch das Röhrchen eine Entzündung,
wenn es sich verrückt, und an die andere Seite der
Luftröhre anstößt. An dem herausstehenden Ende de«
Röhrchens sind zween kleine Haken, damit es mit
Bändern um den Hals herum befestigt werden könne.
Der Verband besteht in einem kleinen Florläppchen,
welches man auf die Mündung des Röhrchens legt,
damit es nichts als Luft durchlaffe; den Flor befestigt
rnan mit einer durchlöcherten Kompresse, und das
G

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