Titel:
Lehrbegriff der Pferdarzney ; Vierter Band
Personen:
La Fosse, Philippe Etienne Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN729852474/131/
«tu Halse fest macht. Der Verband muß so lange
liegen bleiben, bis die gefährlichsten Zufälle, welche
die Operazion nöthig machten, nachlassen: so habe
ich ihn einmal erst nach 26 Tagen wegnehmen kön
nen ; die Wunde aber heilt alsdann bald. Ich muß
noch anmerken, daß man das Pferd während der
Kur, im Stalle mit zween Stricken zwischen zween
Pfosten, angebunden halten muß.
6. Das Kastriren.
Diese Operazion ist bisher auf eine verwegene
Art, und meistentheils von Leuten verrichtet worden,
die nicht die mindeste Kenntniß von den Theilen besihen,
die sie abschneiden. Man macht sie auf dreyerley
Art: 1) Indem man die Hoden zerquetscht, die dann
durch den Brand abfallen. 2) Mit dem Brenneisen,
z) Mit bett Kluppen. Die letztere als die gebräuch
lichste, will ich etwas näher beschreiben. Sobald die
Hoden ans ihrem Sacke heraus sind, zieht sie der
Verschneider mit Gewalt an sich, damit sie sich nicht
itach dem Bauche zurückbegeben; auf jede Seite des
Saamenstranges legt er zwey Klötzcheu, vier bis fünf
Zoll lang, und einen Zoll breit, auch wohl noch
breiter, die man Kluppen nennt, und mit Vitriol,
Sublimat, oder einem andern Aehmittel bestreut
werden. Mit diesen Kluppen klemmt er den Saamen-
sträng, Nerven, Gefäße, alles ohne Unterschied ein,
welches fast unausbleiblich, Fieber, Zuckungen , wo
nicht gar den Tod »»ach sich zieht. Noch dazu hat
man die löbliche Gewohnheit, die Hoden drey brs vier
H 4 Tage

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