Titel:
Lehrbegriff der Pferdarzney ; Vierter Band
Personen:
La Fosse, Philippe Etienne Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN729852474/134/
Heu, damit ich von der Heilung desselben um so gewis
ser überzeugt seyn könnte.
7. Der Steinschnitt.
Nachdem man die erforderlichen Werkzeuge und
Geräthschaften. bereit gelegt hat, wirft man das Pferd
auf den Rücken, hebt ihm die Nachhand in die Höhe,
und legt zwey, in Gestalt eines Prisma zugehauene
Hölzer unter die Ribben, um es in dieser 8»ge zu er
halte,: : die Hinterschenkel ziehet man mit Gurten nach
dem Kopfe zu. Wenn nun das Thier gehörig ge
bunden und hinten auseinander gespreizt ist, schneidet
Der Operateur die Harnröhre auf, ohngefähr zween
Zoll lang, gegen die Schambeinfngung hinunter; und
bringt einen Katheter oder krumme Rinnsonde in die
Oefnung, um in die Harnblase kommen zu können.
Darauf nimmt er eine zweyschnridige Bisturi in Ge
stalt der gewöhnlichen Steinfchnittmesser, und schnei
det auf der Sonde mit einem Schnitt den Blasenhals
auf, wobey er aber den Mastdarm zu verlehen sich
hüten ml'ß. Acht legt er die Bisturi bey Seite,
Nimmt die Steinzange, welche, wenn sie gehörig
stach, ja fast schneidend ist, ungehindert aufdem Ka
theter in die Blast glitscht; faßt also den Stein, oh-
ne einen Wegweiser zu brauchen, und zieht ihn ohne
Schwierigkeit heraus. Dieses alles aber muß schnell,
und in dei« Augenblick geschehen, da noch Harn in
der Blast ist; denn wenn er ausläuft, fällt sie zu
sammen , und legt sich an den Stern, welcher dann
viel mehr Vorsicht und Mühe kostet, weil man Ge-
fahr

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