Titel:
Lehrbegriff der Pferdarzney ; Vierter Band
Personen:
La Fosse, Philippe Etienne Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN729852474/136/
»„nöthig, ob es gleich berühmte Schmiede so int Brauch
haben; denn bey einer Vernagelung , sie so stark sie
immer wolle, leidet nicht die Sohle, sondern dasHorn-
fleisch, folglich sollte hiebey die Operazion gar nicht
statt finden, weil sie nicht den mindesten Nutzen ge
währt.
Der Anfang ist, daß man die Sohle anfeuchtet,
um sie geschmeidig zu machen , welches die Operazion
erleichtert, und dem Thiere Schmerzen erspart. Da
nun nichts besser anfeuchtet als Wasser, so macht man
einen Einschlag von Leimerde und Wasser >: die Soh
le zieht durch ihre Dunstlöcher wie ein Schwamm
das Wasser an sich, und wird in kurzem weich. Man
kann auch eine Hufsalbe einschlagen, denn das Oel
hat fast die nämliche Wirkung als das Wasser. Wenn
der Fall dringend ist, kann die Operazion ohne alle Vor
bereitung unternommen werden.
Man nimmt so viel als nöthig vom Hufe weg,
und wirkt den Fuß aus, damit die Sohle dünner, ge
schmeidiger werde, und leichter weggehe. Das Aus
wirken muß vorzüglich nach der ganzen Lange der Sei
let, des Strahls geschehen, welches das Ausreisten
noch mehr erleichtert.
Wenn der Huf nun niedergefchnitten, und die
Sohle etwa um die Hälfte ausgewirkt ist, sucht man
«in Eisen aus, das gehörig auf den Fuß paßt, nicht
zu eng, nicht zu breit ist. Ein gewöhnliches Eisen,
auf einen niedergeschnittenen Huf gelegt, würde alle
mal

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