Titel:
Lehrbegriff der Pferdarzney ; Vierter Band
Personen:
La Fosse, Philippe Etienne Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN729852474/161/
Man könnte sich zu dem Ende wohl auch des Vitriol-
sieins bedienen, es wird aber sehr viel Behutsamkeit
dabey erfordert. Wenn die Wicke nicht bis hinten
hin reicht, oder näch einer Bewegung des Pferdes
herausgetreten isi, muß man die folgenden Tage den
Verband immer wieder erneuern , bis sich die
Wunde aller fremden Körper entledigt hat; welches
gegen den vierzigsien Tag geschieht. Während dieser
Zeit heilt die Wunde immer unvermerkt, und isi, beym
Ausgange des fremden Körpers, schon fasi ganz ge
schlossen. Dieß isi immer der Gang der Natur, es
wäre denn der Knorpel nicht ganz herausgenommen
worden , wo man freilich die Operazion wiederholen
müßte.
Man muß bey der Kur dieser Krankheit immer
darauf sehen, daß der Druck des Verbandes überall,
besonders aber an der Krone auf das Hornfleisch siark
genug sey, damit sich das Fleisch gleich vereinige, und
sich nicht Spalten bilden. Diese Spalten haben et
was von der Natur der Harnkluft an sich, und
geben eine wässerichte Materie, welche schwarzblaue
Geschwüre hervorbringt; die von einerley Beschaffen
heit mit dem Strahlkrcbs, und nur dem Sitze nach
von ihm unterschieden sind. Bey dergleichen Scha
den muß man den Huf noch einmal dünn raspeln, und
die Wunde bluten machen. Sind sie schon alt und
schwarzblau h so bezeigen sie sich so hartnäckig, daß
ihre Heilung schwerer hält, als die der Knorpelfi-
siel selbsi.

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